Kanye West kündigt US-Präsidentschaftskandidatur 2020 an

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Ein Rapper als US-Präsident - das gab es noch nie.

US-Rapper Kanye West hat angekündigt, bei der amerikanischen Präsidentschaftswahl kandidieren zu wollen.

Weil mit Donald Trump bei den Republikanern und Joe Biden bei den Demokraten die beiden wichtigen Parteien ihre Kandidaten bestimmt haben, könnte West höchstens als Unabhängiger ins Rennen gehen. Der Musiker und milliardenschwere Unternehmer, der sich in der Vergangenheit als Trumps Unterstützer hervorgetan hatte, teilte seine Ambitionen am Samstag in pathetischen Worten via Twitter mit: "Wir müssen jetzt Amerikas Versprechen erfüllen, indem wir Gott vertrauen, unsere Vision vereinen und unsere Zukunft errichten". Zu dem Hashtag #2020VISION erklärte West, sich für das Amt des Präsidenten zu bewerben. Als Zeitpunkt wählte der 43-Jährige den symbolträchtigen Unabhängigkeitstag der Vereinigten Staaten. Der Rapper machte keine weiteren Angaben.

Der Tweet mit der Ankündigung Präsident werden zu wollen, führte allerdings schnell zu einer Flut von Reaktionen.

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Seine Frau, Reality-TV-Star Kim Kardashian West (39), hat sein Statement zusammen mit einem Emoji einer US-Flagge retweetet. Bei den MTV Video Music Awards 2015 erklärte er, bei der US-Wahl im Jahr 2020 antreten zu wollen. Monate zuvor nannte West den Präsidenten "meinen Bruder" und schrieb auf Twitter unter anderem: "Man muss Trump nicht zustimmen, aber der Mob kann mich nicht dazu bringen, ihn nicht zu lieben". Vor zwei Jahren sagt er dann in einem Radiointerview, möglicherweise im Jahr 2024 für das Präsidentenamt zu kandidieren. Nach eigener Aussage wollte er als gemässigter Kandidat antreten. Der Musiker umarmte den Präsidenten und ließ vor laufenden Kameras eine Schimpftirade mit Ausdrücken los, wie sie aus dem Amtssitz des US-Präsidenten sonst nie zu hören sind.

West soll laut "Forbes" gerade einen Zehn-Jahres-Vertrag mit Gap abgeschlossen haben. Wie ernst es West mit seinen Plänen diesmal ist, bleibt abzuwarten, denn schon öfters hatte der Musik-Superstar davon gesprochen, für das höchste Amt im Staat zu kandidieren. Sie sei eine Möglichkeit gewesen, die amerikanischen Demokraten zu ärgern. Der Rapper sorgte aber auch für Irritationen, als er sich einmal als Fan ausgab und dies später als Witz bezeichnete.

Ende Juni veröffentlichte West zudem einen musikalischen Kommentar zur aktuellen Rassismus-Debatte in den USA.

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