Festnahme in Causa Epstein: Auch Prinz Andrew wieder im Fokus

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Die frühere Partnerin von Jeffrey Epstein, dem Sexualverbrechen vorgeworfen wurden und der dann im Gefängnis Suizid beging, ist Medienberichten zufolge in den USA festgenommen worden.

Am Donnerstag war Epsteins ehemalige Lebensgefährtin Maxwell überraschend im US-Ostküstenstaat New Hampshire verhaftet worden.

Die Bundesanwaltschaft in Manhattan wirft der 58-Jährigen in der am Donnerstag veröffentlichten Anklageschrift unter anderem vor, die Reise von Minderjährigen zu Häsuern Epsteins für illegalen Sex organisiert zu haben.

Staatsanwältin Strauss sagte bei einer Pressekonferenz, Maxwell habe zu Epsteins "engsten Verbündeten" gehört und eine "entscheidende Rolle" bei seinen Machenschaften gespielt. Der US-Unternehmer hatte sich im vergangenen Sommer in einer New Yorker Gefängniszelle das Leben genommen.

Der britische Prinz Andrew (60) hat sich überrascht gezeigt über die erneute Einladung der US-Ermittler zur Aussage im Missbrauchsskandal um Jeffrey Epstein.

"Sie ist meine beste Freundin", sagte der inzwischen verstorbene Multimillionär und Sexualstraftäter Jeffrey Epstein einmal über Ghislaine Maxwell in einem Interview mit der Vanity Fair. Eines der Opfer, Virginia Giuffre, wirft dem Prinzen jedoch vor, er selbst habe sie im Jahr 2001 als damals Minderjährige missbraucht.

Der millionenschwere und bereits wegen Prostitution Minderjähriger verurteilte Epstein soll eine Art Schneeballsystem geschaffen haben, um seine schier unstillbare Lust nach jungen Mädchen zu befriedigen.

Es lägen Vorwürfe im Zusammenhang mit denen gegen Epstein gegen die 58-Jährige vor. Jetzt wurde seine Ex-Partnerin festgenommen - was auch einem britischen Royal erhebliche Probleme bereiten könnte.

Das Gespräch sollte ein Befreiungsschlag für den Prinzen sein, aber die stotternden, teilweise nicht schlüssigen Erklärungen und der Mangel an Mitgefühl für die Opfer von Epstein machten das Bekenntnis für Andrew zum Desaster. Der Royal behauptete stets, von Epsteins Machenschaften nichts mitbekommen zu haben. "Unsere Türen bleiben offen".

Nach Maxwells Verhaftung würden dem gesamte inneren Kreis um Epstein "vor Angst die Knie schlottern".

Zum Beweis legte sie ein Foto vor, das alle drei in einem oberen Stock des Hauses zeigt, Andrews Arm ist um die entblößte Taille des Mädchens gelegt. "Sie hat vorgegeben, eine Frau zu sein, der sie vertrauen können, während sie sie gleichzeitig dazu gebracht hat, von Epstein und manchmal auch von ihr selbst sexuell missbraucht zu werden". Das Team des Herzogs von York sei "verblüfft, angesichts dessen, dass wir zweimal mit der US-Justiz im vergangenen Monat kommuniziert haben", hieß es aus dem Umfeld Andrews am Donnerstagabend. So soll der Missbrauch der Frau durch Prinz Andrew im Haus von Maxwell stattgefunden haben. "Ich würde sagen mehr als 20 oder 30 Mal. [.] Sie ist genauso böse wie Jeffrey Epstein", erklärte sie.

Wie Epstein an seine Privatboeing, an seine beiden Privatinseln Great Saint James und Little Saint James, und an sein Vermögen im geschätzten Wert von etwa einer halben Milliarde Dollar kam, ist ebenfalls Gegenstand von Spekulationen.

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