Wegen Soleimani-Tötung - Iran stellt Haftbefehl gegen US-Präsident Trump aus

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Die iranische Justiz habe bereits Haftbefehle gegen die 36 US-Politiker und Militäroffiziere erlassen, hieß es auf der Internetseite der Nachrichtenagentur Misan Online, die mit den iranischen Justizbehörden verbunden ist und den Staatsanwalt zitierte.

Die Interpol-Regeln erlauben es dieser internationalen Organisation nicht, einen Fahndungsantrag des Irans gegen US-Präsident Donald Trump und andere Personen zu prüfen, die vermutlich an der Tötung Qassem Soleimanis, des Chefs der Quds-Einheit der iranischen Revolutionsgarden, teilgenommen hätten, erfuhr RIA Novosti im Interpol-Hauptsitz in Lyon. Die in Frankreich ansässige internationale Polizeibehörde äußerte sich bislang nicht dazu.

Die Behörde hat mittlerweile auf die Anfrage reagiert. Ihnen wirft die iranische Staatsanwaltschaft vor, in den tödlichen Drohnenangriff auf Soleimani involviert gewesen zu sein.

Wie Staatsanwalt Alkassimehr der staatlichen Nachrichtenagentur Irna sagte, werden ihnen Mord und Terrorverbrechen vorgeworfen. "Die Strafverfolgung gegen ihn wird auch nach seiner Amtszeit noch fortgeführt", betonte Kassi Mehr. Das US-Militär hatte den einflussreichen iranischen General Soleimani Anfang Januar im Irak mit einem gezielten Drohnenangriff getötet. Kassi Mehr rief Interpol auf, sogenannte Rote Ausschreibungen gegen die Beschuldigten auszustellen.

Interpol verweist auf Artikel 3 seiner Verfassung, die jegliche Einmischung "politischer, militärischer, religiöser oder rassistischer" Natur verbietet. Der US-Sonderbeauftragte für den Iran, Brian Hook, bezeichnete das Vorgehen des Iran als ein "Propagandamanöver".

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