Wegen Rassismus-Vorwürfen: US-Demokraten wünschen Umbenennung von John-Wayne-Flughafen

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Die Demokraten beziehen sich im speziellen auf ein Interview von John Wayne (1907-1979), der für "Der Marshall" (1970) mit dem Oscar ausgezeichnet wurde.

Die US-Demokraten hatten im Zuge der Rassismusdebatte beantragt, im kalifornischen Orange County einen nach Wayne benannten Flughafen umzubenennen, weil der Filmstar sich zu Lebzeiten eindeutig rassistisch geäußert habe.

Nun hat sich Waynes Sohn Ethan Wayne in die Debatte eingeschaltet. Der Grund seien Interviewäußerungen, in denen der 1979 verstorbene Hollywood-Star gesagt hatte, dass er an die Überlegenheit der Weißen ("White Supremacy") glaube und Schwarze noch der Erziehung bedürften, wie der Sender CNN heute berichtete. "John Wayne war kein Rassist", heißt es in einer Stellungnahme des 58-Jährigen, welche das Klatschportal TMZ veröffentlicht hat. Die ortsansässigen Demokraten haben einen entsprechenden Antrag gestellt, über den der zuständige Bezirksvorstand nun abstimmen muss.

Waynes Sohn Ethan hatte CNN zufolge im vorigen Jahr gesagt, die Zitate seines Vaters würden aus dem Kontext gerissen. "Diejenigen, die ihn kannten, wussten, dass er jeden als Individuum beurteilte und glaubte, jeder verdiene die gleiche Chance." . Seitdem mehrten sich die Stimmen, die eine Umbenennung des Flughafens forderten.

Der Oscarpreisträger John Wayne verkörperte als Schauspieler traditionelle Wertvorstellungen der sogenannten Pionierzeit und war für erzkonservative politischen Positionen bekannt.

Womöglich wird der John-Wayne-Flughafen in Orange County, im erweiterten Einzugsgebiet der US-Metropole Los Angeles, umbenannt.

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