Ex-Wirecard-Vorstand Marsalek will sich nicht der Justiz stellen

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Das meldeten am Montag "Süddeutsche Zeitung", NDR und WDR unter Berufung auf Kreise der Prozessbeteiligten. Zunächst hieß es, Marsalek wolle nach München kommen. Dies solle nun doch nicht stattfinden.

Weder die Staatsanwaltschaft München noch sein Verteidiger äußerten sich zunächst zu dem Bericht. Der gesuchte Österreicher Marsalek hält sich derweil möglicherweise in China auf. Allerdings zeigten die Videoaufzeichnungen des Flughafens nicht, dass Marsalek das Land verlassen habe, sagte Justizminister Menardo Guevarra dem Fernsehsender CNN Philippines. Am Donnerstag beantragte der Dax-Konzern Insolvenz. Ex-Wirecard-Chef Markus Braun stellte sich bereits der Justiz. Man werde eine "schnelle und gründliche" Untersuchung starten, um weitere involvierte Gesellschaften und Personen zu finden, sagte Mel Georgie Racela vom AMLC.

Von den Firmen war keine Stellungnahme zu erhalten. Pay Easy antwortete nicht auf E-Mails, Telefone waren abgeschaltet. Der philippinische Zentralbankchef Benjamin Diokno, der der Geldwäschebehörde vorsteht, wollte sich nicht dazu äußern, welche Firmen und Personen noch untersucht würden. Nach den Daten der philippinischen Einwanderungsbehörde reiste der frühere Wirecard-Vorstand am Dienstag in das südostasiatische Land ein und am Mittwoch über den Flughafen Cebu weiter nach China. Er habe sechs Bankkonten für eine in Singapur ansässige Firma eröffnet, aber bis zum Bekanntwerden des Skandals nicht gewusst, dass sie für Wirecard waren, sagte er der Agentur Reuters. "Ich bin ein Opfer von Identitätsdiebstahl und gefälschten Nachrichten". Worldline-Aktien legten an der Börse in Paris um 1,5 Prozent zu.

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