Bund möchte Museum Hamburger Bahnhof zurückkaufen

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Die einzige bedeutende Sammlung zeitgenössischer Kunst hat die Staatlichen Museen Berlin verlassen, weil Ausstellungsflächen anderweitig genutzt werden sollten. Jetzt versuche der Bund, das Gebäude und die benachbarten Rieckhallen, die ebenfalls als Ausstellungsort dienen, zurückzukaufen. Kulturstaatministerin Monika Grütters verhandle über einen Ankauf des 1906 als Museum für Bau- und Verkehrswesen weitgehend neu errichteten Hamburger Bahnhofs, ein Grundstückstausch sei allerdings ausgeschlossen.

Nun wurde bekannt, dass nicht nur der als Rieck-Hallen bezeichnete seitliche Gebäudeteil, in dem Flicks Sammlung gezeigt wurde, nicht im Besitz des Staates oder der Stiftung Preußischer Kulturbesitz ist, sondern auch der Hauptbau des Hamburger Bahnhofs selbst der CA Immo aus Österreich gehört.

Die Verhandlungen zwischen dem Bund und dem privaten Investor CA Immo, der das gesamte Grundstück unweit des Hauptbahnhofs vor einiger Zeit erworben hatte, "sind auf gutem Weg", hieß es.

Die Zukunft des Berliner Kunstmuseums Hamburger Bahnhof ist einem Zeitungsbericht zufolge bedroht. Zudem ist ein Erweiterungsbau vorgesehen. Aus Protest zog der Schweizer Friedrich Christian Flick seine 1500 Werke umfassende Sammlung ab.

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