SCP: Ab sofort hat ein russischer Finanzinvestor das Sagen bei Real

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Der neue Besitzer will die Kette rasch zerschlagen.

Die Märkte der Warenhauskette Real gehen am Donnerstag auf den neuen Eigentümer SCP über. Der Verkauf war bereits im Frühjahr vereinbart worden. Real beschäftigt deutschlandweit 34.000 Mitarbeiter. Der Finanzinvestor macht aber auch kein Hehl daraus, dass er die Zerschlagung der Handelskette plant: 141 der zuletzt noch rund 270 Real-Märkte sollen an Kaufland und Edeka verkauft, rund 30 Märkte mangels Perspektiven geschlossen werden. Dabei sollen die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der betroffenen Märkte übernommen werden. Und auch für den Online-Marktplatz real.de hat SCP mit der Schwarz-Gruppe (Lidl, Kaufland) bereits einen Käufer gefunden.

Für die verbleibenden Real-Märkte prüfe SCP "weiterhin alle Optionen, darunter weitere Veräußerungen an Lebensmitteleinzelhandelsunternehmen sowie die Unterteilung von Märkten in kleinere Flächen", betonte der Finanzinvestor. Dabei sei der Erhalt möglichst vieler Arbeitsplätze ein Hauptziel. "Schließungen werden nur in Betracht gezogen, wenn alle anderen Möglichkeiten ausgeschöpft sind".

Die Gewerkschaft Verdi sieht in der Übernahme dennoch eine "Existenzgefährdung für tausende Menschen", wie Verdi-Bundesvorstandsmitglied Stefanie Nutzenberger erst vor wenigen Tagen der Deutschen Presse-Agentur sagte.

Zusammen mit den mehr als 1,5 Mrd Euro Netto-Mittelzufluss aus dem Mehrheitsanteilsverkauf von Metro China haben die beiden Transaktionen einen Netto-Mittelzufluss von rund 1,9 Mrd Euro erzielt und gleichzeitig den Cash Flow des Unternehmens verbessert. Die SCP Group ist damit für die Geschäfte von Real verantwortlich und wird sich bei der Neupositionierung des Immobilienportfolios auf ihren strategischen Partner x+bricks Group stützen.

Die Metro sieht mit dem Real-Verkauf ihr Ziel erreicht, sich zum reinen Großhandelsunternehmen zu entwickeln. Wir haben diesen Weg beschritten, um unser Wachstums- und Ertragspotenzial zu maximieren.

Real war zuletzt das Sorgenkind bei dem Düsseldorfer Handelsriesen Metro. Man litt mit den Centern oft auf der grünen Wiese auch unter veränderten Kaufgewohnheiten. Immer öfter ließen die Kunden die Real-Filialen links liegen und kauften lieber in Supermärkten und Discountern in ihren Wohnvierteln.

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