Rassismus-Flashback: Mississippi stimmt für Entfernung von Konföderierten-Symbol aus Flagge

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Der Vorfall hatte eine Debatte auch über den Umgang mit dem historischen Erbe der Vereinigten Staaten losgetreten.

Inmitten der Rassismusdebatte in den USA hat das Parlament des südlichen Bundesstaates Mississippi eine Änderung seiner umstrittenen Flagge beschlossen.

Mississippi zeigt Flagge - und zwar demnächst eine neue! Der Tod des Afroamerikaners George Floyd bei einem brutalen Polizeieinsatz Ende Mai und die darauffolgenden Proteste gegen Rassismus hatten Gegnern der Flagge neuen Rückenwind verliehen. US-Medienberichten zufolge war Mississippi der letzte Bundesstaat, dessen offizielle Fahne noch an die Konföderierten erinnerte. Dazu gehörten neben der Konföderiertenflagge auch Statuen von Südstaatengenerälen, die im Bürgerkrieg das Recht auf Sklavenhaltung verteidigt hatten. Ihre Truppen zogen unter der Konföderierten-Flagge in den Kampf - einem blauen und mit Sternen verzierten Diagonalkreuz vor rotem Hintergrund. Kurz zuvor hatte bereits das Repräsentantenhaus des Bundesstaats mit 91 gegen 23 Stimmen für diese Maßnahme gestimmt. Sie soll das Motto "Wir vertrauen auf Gott" enthalten und am 3. November - parallel zur Präsidentenwahl - den Wählern zur Abstimmung vorgelegt werden. In der Konföderierten-Fahne sehen viele Kritiker ein eklatantes Symbol des Rassismus und der Sklaverei.

In amerikanischen Städten kam es nach dem gewaltsamen Tod des Schwarzen George Floyd, der nach einer Polizeikontrolle gestorben war, zu mehrtägigen Ausschreitungen. Augenzeugen berichteten, die Flagge über dem Parlament sei nur Minuten nach der Abstimmung eingeholt worden - ungeachtet der Demonstranten, die vor dem Gebäude für den Erhalt der Flagge warben.

Der Anblick dieser Mississippi Flagge wird bald der Vergangenheit angehören.

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