Hoeneß verteidigt Tönnies: "Erinnert mich an meine Steuersache"

Einstellen Kommentar Drucken

Kritische Nachfragen oder gar Widerspruch, wie bei "Anne Will" oder "Maybrit Illner" üblich, hatte Hoeneß bei "Blickpunkt Sport"-Moderator Markus Othmer nicht zu befürchten, und so traute er auch doch wieder, das eine oder andere zu sagen, etwa zum Fall seines Freundes Clemens Tönnies". Sein Vater war Metzger und er selbst hat eine Wurstfabrik in Nürnberg aufgebaut, auch wenn die Firma inzwischen seit vielen Jahren von seinem Sohn geleitet wird. "Wenn Fehler gemacht worden sind, dann muss man dazu stehen". Im Stammwerk des Tönnies-Fleischkonzerns im Kreis Gütersloh hatten sich weit über 1000 Mitarbeiter mit dem Coronavirus infiziert. Wenn Dinge zu ändern sind, dann muss man das auch tun. Hoeneß war im November 2019 unter Tränen von seinem Amt als Präsident des FC Bayern zurückgetreten. "Aber dass man dann alles, was er so geleistet hat, was er für eine große Firma aufgebaut hat, jetzt plötzlich in Schutt und Asche redet, das kann es nicht sein".

Dem Weltmeister von 1974 missfällt, dass Tönnies' Errungenschaften als Unternehmer durch die aktuelle Kritik unter den Teppich gekehrt würden.

Doch natürlich war Uli Hoeneß nicht nur gekommen, um über den Fußball und "seine" Bayern zu sprechen.

In der Bundesliga müsse man vielmehr versuchen, nach dem Abschluss des neuen Fernsehvertrages für die vier Spielzeiten von 2021 bis 2025 "eine gerechte Verteilung der Fernsehgelder zu machen".

Die Spieler des FC Bayern feiern die Meisterschaft nach dem Spiel gegen Wolfsburg. Hoeneß traut der Mannschaft auch das Triple

Hoeneß forderte die Menschen in dem Zusammenhang zu mehr Dankbarkeit auf, die Diskussion um den Lockdown sei "Wahnsinn": "Wir müssen jeden Morgen glücklich sein, dass wir in diesem Land leben dürfen". Der langjährige Vordenker der Liga erwartet keinen langfristigen Einbruch der Einnahmen: "Wenn die Corona-Krise vorbei ist, wird der Fußball wieder prosperieren". An die Verfolger des FC Bayern hat er eine Nachricht.

Ehrenpräsident des FC Bayern München.

"Wenn unsere Mannschaft die Form konservieren kann, haben wir eine gute Chance, wirklich alles zu gewinnen", so Hoeneß mit Blick auf das DFB-Pokalfinale gegen Bayer Leverkusen am kommenden Samstag in Berlin sowie die Fortsetzung der Champions League im August mit einem Endturnier in Lissabon.

Hoeneß lobte Trainer Hansi Flick und die Spieler für die Leistungen beim Gewinn des achten Meistertitels nacheinander im Geisterspielbetrieb wegen der Corona-Pandemie.

Comments