Mann bei Anti-Rassismus-Protest im US-Bundesstaat Kentucky erschossen

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Der Bürgermeister der Stadt schreibt von einer "Tragödie".

Tödliche Schüsse bei einer Anti-Rassismus-Demonstration in den USA: Im US-Bundesstaat Kentucky wurde am Sonnabend ein Mann erschossen - die Hintergründe sind bislang noch unklar. Die Schießerei ereignete sich im Jefferson Square Park, der zu einem Zentrum für Proteste gegen die Erschießung einer Afroamerikanerin durch die Polizei ihrer Wohnung im März geworden ist.

Erste Berichte über die Schüsse im Park gingen der Polizei zufolge um 21 Uhr (Ortszeit) ein. Menschen hätten noch versucht, erste Hilfe bei dem angeschossenen Mann zu leisten, der jedoch noch am Tatort verstorben sei. Auch eine weitere Person wurde angeschossen. Die 26-jährige Notfallsanitäterin wurde am 13. März durch mehrere Schüsse getötet, nachdem Drogenermittler mit einem Haftbefehl in ihre Wohnung eingedrungen waren.

Einen weiteren Vorfall mit Schüssen habe es kurze Zeit später vor einem Gerichtsgebäude in der Innenstadt von Louisville gegeben, meldete die Polizei weiter.

Der Bürgermeister von Louisville, Greg Fischer, erklärte seine "tiefe Trauer angesichts der Gewalt". Zusätzlich befeuert wurden die Proteste durch den Tod des Schwarzen George Floyd bei einem brutalen Polizeieinsatz in Minneapolis Ende Mai, der landesweit Massenproteste gegen Polizeigewalt und Rassismus ausgelöst hat. Zuvor hatte die Lokalzeitung "Louisville Courier Journal" berichtet, dass "bewaffnete Patrioten-Gruppen" vorhätten, den Anti-Rassismus-Demonstranten entgegenzutreten.

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