Niederlande stützen Air France-KLM mit 3,4 Milliarden Euro

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Die französisch-niederländische Fluggesellschaft Air France-KLM bekommt wegen der Coronakrise weitere staatliche Unterstützung: Zu den 7 Milliarden Euro der französischen Regierung erhält die stark angeschlagene Airline weitere 3,4 Milliarden Euro vom niederländischen Staat.

Der niederländische Staat verlange im Gegenzug das "Engagement der Airline für Nachhaltigkeit", eine höhere Rentabilität, eine Umstrukturierung und einen "Beitrag" der Beschäftigten, teilte KLM mit, ohne Einzelheiten zu nennen.

Die Hilfen für Air France setzen sich ebenfalls zu vier Milliarden aus Kreditbürgschaften und zu drei Milliarden aus Direktkrediten zusammen. Damit will KLM die Corona-Krise überwinden und sich auf die Zukunft vorbereiten, hieß es. Air France veröffentlichte am späten Donnerstagabend eine Erklärung auf ihrer Website, in der eine Summe von rund EUR 3,4 Mia. genannt wurde.

Wie in der gesamten Branche sind auch bei Air France-KLM die Passagierzahlen durch die Corona-Pandemie massiv eingebrochen. Bereits im April hatte die französische Regierung sieben Milliarden Euro Staatshilfe angekündigt. Zudem war davon die Rede, dass die Niederlande voraussichtlich 2 bis 4 Milliarden beisteuern würden. Frankreich lehnte die Forderung der Niederlande nach einem Vertreter in der Konzernleitung ab, da es die Machtposition von Paris gegenüber der niederländischen Tochter schwächen würde. Nun solle ein Treuhänder ohne Stimmrecht in den Vorstand geschickt werden, um sicherzustellen, dass das niederländische Steuergeld ausschließlich der KLM zugute komme, hieß es in den Kreisen. Frankreich und die Niederlande streiten seit langem über das Management und die Strategie der Fluggesellschaft, die 2004 aus der Fusion aus den beiden nationalen Airlines entstanden war.

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