Großbritannien setzt auf neues Covid-19-Medikament - DIE ACHSE DES GUTEN

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Die Studie trägt den bezeichnenden Titel "Recovery" (Genesung, Wiederherstellung), sie ist bislang nicht von anderen Experten begutachtet worden, ein durchaus üblicher Vorgang in Pandemie-Zeiten.

Eine Einnahme von Dexamethason aus der Annahme heraus, damit zum Beispiel die möglichen Folgen einer Ansteckung mit Corona zu mildern, "wäre unsinnig", sagt Prof.

Es ist ein Silberstreif für schwerstkranke Covid-19-Patienten, die mit schlechten Überlebensaussichten oft wochenlang auf der Intensiv-Station liegen und wegen schwer geschädigter Lungen beatmet werden müssen: In einer kontrolliert-randomisierten Studie hat ein billiges Nachahmerpräparat einen erstaunlich klaren Überlebensvorteil gebracht.

Bei Dexamethason handelt es sich um ein hochpotentes Cortison und es wird bereits seit mehr als 50 Jahren in der Medizin eingesetzt.

Der Wirkstoff Dexamethason ist in zahlreichen entzündungshemmenden Medikamenten enthalten. Er wird häufig bei rheumatischen Beschwerden und akuten Asthmaanfällen eingesetzt. Ein großer Vorteil des Wirkstoffes ist seine kostengünstige Verfügbarkeit. Das Medikament sei preiswert, verfügbar und könne sofort verwendet werden, um weltweit Leben zu retten. Verabreicht wird das Medikament entweder direkt über die Vene oder in Form von Tabletten. Außerdem drohten bei längerer Einnahme erhebliche Nebenwirkungen wie Muskelschwäche, Augenschäden oder Osteoporose. Dadurch könne der Wirkstoff dazu führen, dass das Virus langsamer vom Körper eliminiert wird. Die Behandlungsergebnisse wurden mit denen von 4321 ebenfalls zufällig ausgewählten Patienten verglichen, die nur die Standard-Behandlung erhielten.

Das andere Medikament, das einige vielversprechende Ergebnisse gezeigt hat, ist das antivirale Remdesivir, das nachweislich die Krankenhausaufenthalte verkürzt, aber noch nicht schlüssig nachgewiesen werden konnte, dass es die Sterblichkeitsrate der Patienten verringert. Wie der Spiegel berichtete, entwickeln manche Betroffene einen sogenannten Zytokin-Sturm.

"Dies ist die erste Behandlung, mit der sich die Mortalität bei schwerkranken COVID-19-Patienten, die Sauerstoff oder eine mechanische Beatmung brauchen, senken ließ", wird WHO-Generaldirektor Dr. Tedros Adhanom Ghebreyesus in der Mitteilung zitiert: "Das sind großartige Nachrichten, und ich gratuliere der britischen Regierung, der Universität Oxford und den vielen teilnehmenden Kliniken und Patienten für diesen Durchbruch", so Ghebreyesus. Im Mittel konnte von je acht beatmungspflichtigen Patienten ein Todesfall verhindert werden. Bei den Patienten, die Sauerstoff bekommen hätten, aber nicht künstlich beatmet wurden, sei sie um ein Fünftel gesunken.

Vorerst nicht. In den am Dienstag aktualisierten Behandlungsrichtlinien wird das Medikament nicht einmal erwähnt. Das Paper ist noch nicht veröffentlicht worden und weitere Studien würden helfen, die Gültigkeit der Ergebnisse zu bestätigen. Deutsche Experten sehen aber noch eine Reihe offener Fragen. Experten warnen daher vor verfrühter Euphorie.

Sollte ich das Mittel vorsorglich einnehmen, um so einem schweren Krankheitsverlauf vorzubeugen? Da das Medikament die Abwehr schwächt, wäre es "unsinnig", es prophylaktisch einzunehmen. Dexamethason sei ein hochpotentes Cortison, das die Körperabwehr schwäche und damit den Körper generell anfälliger für Infektionen mache. Michael Pfeifer, Präsident der Deutschen Gesellschaft für Pneumologie und Beatmungsmedizin.

Was bedeuten die Studienergebnisse im Hinblick auf die Eindämmung des Coronavirus? Das Ergebnis: Dexamethason, eigentlich gegen allergische Reaktionen und Asthma eingesetzt, senke die Sterblichkeit bei Covid-19-Patienten signifikant!

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