Trotz Hygiene-Regeln: Corona-Infektionen nach Gottesdienst

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"Gottesdienste gibt es jetzt nur noch online", sagte der 64-Jährige. Zuvor hatte die "Frankfurter Rundschau" berichtet. "Die weitaus meisten sind nicht sonderlich krank", teilte der Leiter des Gesundheitsamtes der Stadt, René Gottschalk, mit.

Mehr als 40 Menschen haben sich in einem Gottesdienst in Frankfurt mit dem Coronavirus infiziert. "Nach unserem Kenntnisstand ist auch nur eine Person in einem Krankenhaus".

Der stellvertretende Vereinsvorsitzende der betroffenen Gemeinde, Wladimir Pritzkau, äußerte sich ebenfalls zu dem Vorfall. Deshalb hätten der Landkreis und die Stadt ein für Sonntag geplantes Fastengebet von Muslimen im Hanauer Herbert-Dröse-Stadion abgesagt. Die Veranstaltung wäre mit Blick auf die Geschehnisse in Frankfurt unverantwortlich, hieß es. Es sei derzeit auch noch nicht abzusehen, welche Folgen die Ereignisse in Frankfurt für die Region hätten.

Geschlossen ist Bethaus einer Baptisten-Gemeinde. Mehrere Mitglieder der Gemeinde haben sich nach einem Gottesdienst mit dem Coronavirus infiziert

Über die Zahl der Gemeindemitglieder machte Pritzkau keine Angaben, die meisten kämen aus dem Raum Frankfurt. Es ist von einer größeren Zahl von Infizierten die Rede, wie viele Gläubige sich mit dem Virus angesteckt haben, ist allerdings noch unklar. Ihr Sitz ist im Stadtteil Rödelheim im Westen von Frankfurt. Nach Angaben des Mainz-Kinzig-Kreises seien allein in Hanau 16 Menschen am Coronavirus erkrankt. Wie viele Personen genau infiziert sind, konnte Wolczok nicht sagen: "Es handelt sich um ein sehr dynamisches Geschehen". "Es gab keine Verletzung einer Rechtsverordnung", sagte Vize-Amtsleiter Walczok. Allerdings: Eine Personenbegrenzung gibt es nicht und die Besucher müssen ihre Namen und Adressen nicht angeben.

Der Gottesdienst in der Gemeinde fand am 10. Mai statt und war zu diesem Zeitpunkt erlaubt.

Am Freitag hatte der niedersächsische Landkreis Leer einen Corona-Ausbruch vermeldet. Es bestehen die üblichen Abstands-Regeln (1,5 Meter Mindestabstand) sowie die Pflicht zu anderen Hygiene-Maßnahmen wie das Bereitstellen von Desinfektionsmitteln.

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