Sterblichkeit lag Ende April geringfügig über Durchschnitt

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Das teilte das Statistische Bundesamt am Freitag mit. Damit liegen nun vorläufige Daten bis Ende April vor.

Die erste Sonderauswertung der Sterbefallzahlen erstellte das Statistische Bundesamt Ende vergangenen Monats und gab darin die Daten bis zum 5. April an, also bis zur Kalenderwoche 14. Insgesamt seien in Deutschland in diesem Zeitraum 17.974 Menschen gestorben.

"Die aktuelle Entwicklung der Sterbefallzahlen ist auffällig, weil die Grippewelle in diesem Jahr bereits seit Mitte März als beendet gilt".

Ende April sind in Deutschland geringfügig mehr Menschen gestorben als im Schnitt der vergangenen Jahre. Zudem handelt es sich bei den Daten um eine reine Fallzahlauszählung der eingegangenen Sterbefallmeldungen aus den Standesämtern, die keinen Rückschluss auf die Todesursache zulassen. Das waren 882 Fälle weniger als in der Woche davor. In der vorangegangenen Woche hatte die Abweichung acht Prozent betragen.

Aus den bisherigen Sonderberichten zu den Sterbefallzahlen zeichnet sich so ein Trend zu einer sinkenden Übersterblichkeit ab: In der KW 16 lagen die Sterbefälle noch 8 Prozent über dem Durchschnitt, in der Woche zuvor (KW 15) sogar 12 Prozent. Üblicherweise beeinflussen Grippewellen bis Mitte April die Sterblichkeit. "Es ist deshalb naheliegend, dass die aktuell beobachtete leichte Übersterblichkeit in einem Zusammenhang mit der Corona-Pandemie steht". Italien berichtet von 49 Prozent mehr Toten im März 2020 im Vergleich zum Durchschnitt der Jahre 2015 bis 2019.

"Im europäischen Vergleich ist das Ausmaß der sogenannten Übersterblichkeit in Deutschland vergleichsweise gering", schreibt das Statistische Bundesamt.

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