Iran - Chamenei spricht im Zusammenhang mit Jerusalem von "Endlösung"

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Der oberste geistliche Führer des Iran, Ali Khamenei, hat mit einem Bild zur "Endlösung" in Jerusalem scharfe Kritik auf sich gezogen. Die Zeichnung unter dem Motto "Palästina wird frei sein" zeigt den Jerusalemer Tempelberg. Die Endlösung: "Widerstand bis zum Referendum".

Auf dem Bild auf Chameneis Webseite sind feiernde Soldaten mit Palästinenserflaggen sowie Menschen mit Fahnen der islamistischen Organisationen Hamas und Hisbollah vor der Al-Aksa-Moschee zu sehen. Der Tempelberg (Al-Haram al-Sharif/Das edle Heiligtum) ist Muslimen und Juden heilig. Unsere aktuellen Karikaturen beweisen das Gegenteil - jeden Tag aufs Neue. Er sprach in diesem Zusammenhang von der "Eliminierung des zionistischen Regimes". Es bedeute vielmehr, ein "aufgedrängtes Regime" wie das Netanyahus abzuschaffen. "Dies ist mit der Eliminierung Israels gemeint, und dies wird auch passieren".

Das Poster wurde vor dem Quds Day veröffentlicht, der am Freitag stattfindet, einer jährlichen Veranstaltung, die im Jahr 1979 von Teheran initiiert wurde, um die Unterstützung für die Palästinenser und den Kampf gegen Israel zu zelebrieren. "Khameneis Drohungen, die, Endlösung' gegen Israel umzusetzen, erinnern an die, Endlösung' der Nazis zur Vernichtung des jüdischen Volkes", schrieb Netanjahu im sozialen Netzwerk Twitter. Chamenei leugne den Holocaust, schicke "Geld und Waffen an anti-israelische Terroristen und hat sich nun auf den Nazi-Aufruf zur Endlösung berufen". US-Außeninister Pompeo verurteilte Chameneis Bemerkungen als widerlich, hasserfüllt und antisemitisch.

Bei der Wannsee-Konferenz in Berlin hatten 1942 fünfzehn ranghohe Vertreter der deutschen Nationalsozialisten darüber beraten, wie die von ihnen zynisch "Endlösung" genannte millionenfache Ermordung der europäischen Juden möglichst effektiv umgesetzt werden kann. "Wie lange will man noch die aggressive Politik des Mullah-Regimes tolerieren?", fragte der FDP-Politiker in seinem Tweet - und richtete die Frage zudem auch direkt an Außenminister Heiko Maas (53, SPD).

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