Coronavirus in den USA: Behörden melden fast 39 Millionen Arbeitslose

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Die Lage am US-Arbeitsmarkt wird immer dramatischer.

Fast 39 Millionen Menschen haben in den USA während der Coronavirus-Krise seit Mitte März ihren Job verloren. Viele Geschäfte, Fabriken und Restaurants dürfen inzwischen wieder unter Auflagen öffnen, was sich positiv auf den Arbeitsmarkt auswirken dürfte. Die neuen Zahlen am Donnerstag werden die Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe in der Woche bis einschließlich 16. Mai zeigen. Die Anträge gelten als Indikator für die kurzfristige Entwicklung des US-Arbeitsmarkts.

Die Zahl der Arbeitslosen in den Vereinigten Staaten steigt weiter - wenn auch langsamer als zuvor. Denn in der Vorwoche hatte es noch knapp drei Millionen Neuanträge gegeben. Ende März waren es binnen einer Woche sogar knapp 6,9 Millionen Arbeitslose gewesen.

Dennoch sind die Zahlen erschütternd. Die Arbeitslosenquote stieg seit Zuspitzung der Corona-Krise auf knapp 15 Prozent. Für die USA ist das der höchste Stand seit dem Zweiten Weltkrieg!

Besonders dramatisch: Viele Amerikaner verlieren neben ihrem Job auch ihre Krankenversicherung oder können sich diese nicht mehr leisten. Analysten rechnen nun mit weniger Anträgen, da viele Bundesstaaten begonnen haben, ihre wegen der Pandemie verhängten Ausgangsbeschränkungen wieder zu lockern.

Der US-Kongress hat bisher mit Unterstützung beider Parteien Konjunkturpakete von rund 2,7 Billionen US-Dollar beschlossen, was etwa zehn Prozent der jährlichen US-Wirtschaftsleistung entspricht. In der vergangenen Woche beantragten zudem 2,2 Millionen Unternehmer und Freiberufler Unterstützung über ein spezielles Arbeitslosenprogramm der Regierung. Allein im April wurden 20,5 Millionen Stellen außerhalb der Landwirtschaft gestrichen - das war der massivste Abbau seit der Zeit der Großen Depression in den Dreißigerjahren.

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