Weltärztepräsident spricht sich für Corona-Impfpflicht aus

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Zoff ums Impfen! Während die Bundesregierung versucht, Verschwörungstheoretiker und Impfgegner zu beruhigen, es werde KEINE Pflicht zu einer Corona-Impfung kommen, fordert Weltärztepräsident Frank Ulrich Montgomery (67) nun genau das. "Ich würde der Regierung raten, die Grenzen geschlossen zu halten - und zwar in beiden Richtungen". "Aus gesundheitlichen Gründen wäre es das Beste, die Menschen blieben an ihrem Wohnort".

Sein Vorstandsvorsitzender Montgomery sagte den Zeitungen der Funke-Mediengruppe, in der Altenpflege hätten die Schutzkonzepte überhaupt nicht funktioniert.

Bundesaußenminister Heiko Maas (SPD) hatte am Montag für einen "kontrollierten Wiedereinstieg in den europäischen Tourismus" im Sommer plädiert. Voraussetzung sei ein koordiniertes Vorgehen der Staaten, sagte Maas nach einer Videokonferenz mit einigen EU-Kollegen, darunter Außenminister Alexander Schallenberg (ÖVP). Er kündigte an, die noch bis zum 14. Juni weltweit geltende Reisewarnung für deutsche Touristen zunächst nur für die Europäische Union aufzuheben und durch individuelle Reisehinweise für die einzelnen Länder ersetzen zu wollen.

Montgomery warnte jedoch vor einem gefährlichen Wettlauf. Die anvisierten Lockerungen für Urlauber bereiteten ihm große Sorge, weil sie einen Überbietungswettbewerb darin einleiteten, welches Land sich "weiter" und "schneller" öffne. Durch den Reiseverkehr steige das Risiko einer zweiten Coronavirus-Infektionswelle.

"Die Regierung handelt hier ausschließlich aus ökonomischen Gründen - und unterschätzt dabei die gesundheitlichen Risiken", kritisierte der Radiologe. "Wir können noch nicht zurück zur Normalität".

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