Seehofer und Söder halten an Grenzöffnung ab Mitte Juni fest

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Seehofer betonte, man werde sich genau anschauen, wie die Lockerungen der Anti-Corona-Maßnahmen in Österreich und Bayern auf das tatsächliche Infektionsgeschehen wirkten. Bleibe das Infektionsgeschehen stabil oder entwickele es sich sogar rückläufig, dann strebe man das Ziel an, nach dem 15. Juni die Corona-bedingten Grenzkontrollen völlig entfallen zu lassen. Sollte das nicht der Fall sein oder sollte es sein, dass in bestimmten Ländern die Zahlen wieder nach Oben gehen, dann gilt dasselbe, was wir in Deutschland mit der Notbremse haben. Wenn die Zahlen jetzt in Frankreich wieder sprunghaft ansteigen würden - oder in anderen Ländern - dann müssen wir auch in der Lage sein, wieder zu reagieren.

Auf deutscher Seite haben sich während des Besuchs rund 20 Personen versammelt, die dort ihren Unmut zur aktuellen Einreisesituation nach Salzburg kundgaben. Das werde er am Dienstag in einem Telefonat mit dem österreichischen Bundeskanzler Sebastian Kurz ausarbeiten. Die beiden Minister waren mit einem Bundespolizeihubschrauber am Badylon gelandet. Seehofer hatte in den vergangenen Tagen erklärt, bei stark steigenden Infektionen sei auch eine Rücknahme von Lockerungen an den Grenzen nicht auszuschließen.

Wegen der Corona-Pandemie gibt es offiziell noch bis Mitte Juni Kontrollen an der Grenze zu Österreich, diese sollten aber seit dem Wochenende nur noch stichprobenartig erfolgen. Seither habe es fast 150 000 Zurückweisungen an den Grenzen gegeben. Gerade im direkten Grenzgebiet hatten die seit Wochen geltenden Kontrollen zur Pandemie-Bekämpfung die Menschen sehr verärgert.

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