Peter Maffay bittet Merkel um Hilfe für Musikbranche | Boulevard

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Wie geht es für Musiker und andere Kulturschaffende nach der Corona-Krise weiter? Jetzt macht sich Peter Maffay stark für seine Musikerkollegen und zahlreichen Bands. Wie belastend die Situation für Musiker sein muss, geht nun aus einem Schreiben Peter Maffays an Angela Merkel, das Bundeskanzleramt und Bundesfinanzminister Olaf Scholz sowie dessen Bundestagskollegen hervor.

Durch den pandemiebedingten Shutdown stehe die gesamte Branche vor einer Herausforderung, die sie ohne staatliche Hilfen die nächsten Monate aus eigener Kraft kaum überstehen werde, heißt es in einem Brief. Insgesamt seien laut des 70-Jährigen "130.000 Arbeitsplätze und die daran gekoppelten Existenzen von Familien in akuter Gefahr". Sie droht zusammenzubrechen. Und damit die Basis für alle Künstler, alle Genres, vor allem diejenigen, die sich am Anfang ihrer Laufbahn befinden, und bisher keine Möglichkeiten hatten, Rücklagen zu bilden. Maffay schreibt: "Es gilt die Strukturen dieses Teils des Musikgeschehens abzusichern, damit alle zusammen, Veranstalter, Dienstleister und Künstler, auch in Zukunft ein überlebensfähiger, nicht subventionierter und systemrelevanter Teil der deutschen Kulturlandschaft bleiben können". Wegen der momentanen Perspektivlosigkeit geraten immer mehr Künstler an ihre finanziellen und psychischen Grenzen. Damit die Musikbranche und der Konzertbetrieb überlebt.

Zu den Unterzeichnern gehören u.a. die Scorpions, Angelo und Joey Kelly, Sasha, Till Brönner, Joja Wendt, Pur, Tokio Hotel, Marianne & Michael, Max Mutzke oder Faun. "Sie ist im wahrsten Sinne des Wortes wichtiger Teil der Harmonie in unserem täglichen Leben".

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