Auto-Anmeldungen in EU fallen wegen Corona-Krise auf ein Viertel

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Lediglich in China erholt sich die Situation allmählich. Bereits im Januar und Februar, also vor der Corona-Pandemie, waren die Zulassungszahlen zurückgegangen, ehe sie dann im März um mehr als die Hälfte absackten.

Im April wurden in der EU 76,3 Prozent weniger neue Pkw zugelassen als im Vorjahresmonat. Jeder der 27 EU-Märkte habe da Rückgänge im zweistelligen Prozentbereich hinnehmen müssen, so der Branchenverband. Der Einbruch im April im Zuge der sich zuspitzenden Virus-Krise fiel nun nochmals deutlich stärker aus. In Großbritannien, das nicht mehr zur EU gehört, fielen die Pkw-Verkäufe ebenfalls um 97 Prozent. Mit Rückgängen zwischen 97 und 98 Prozent kam der Absatz in diesen Ländern "nahezu vollständig zum Erliegen", hieß es vom VDA. Aufs bisherige Jahr gerechnet liegen die Neuzulassungen damit europaweit mit 39,1 Prozent im Minus, während Deutschland bei einem Rückgang von 31 Prozent steht. Die Aktie der Deutschen Bank ist Favorit mit plus 2,8 Prozent.

Ein ähnliches Bild zeigte sich laut VDA auch in Industrienationen außerhalb Europas.

In China wiederum, wo die Restriktionen in der Corona-Krise schon vor mehreren Wochen wieder gelockert wurden, verbesserte sich die Lage wieder.

Von den deutschen Herstellern ist Daimler mit einem Minus von 78,8 noch stärker betroffen als der VW-Konzern mit all seinen Fahrzeugmarken (minus 72,7 Prozent) und BMW (minus 65,3 Prozent). Die französischen Autobauer Renault und PSA büßten jeweils rund 80 Prozent ein, der italienisch-amerikanische Autobauer Fiat-Chrysler sogar fast 90 Prozent. In drei der vier wichtigsten EU-Märkte - Italien, Spanien und Frankreich - sanken die Neuregistrierungen um rund die Hälfte. Der erste ganze Monat, in dem Covid-19-Einschränkungen galten, führte zum stärksten monatlichen Rückgang der Nachfrage nach Autos seit Beginn der Aufzeichnungen, schrieb der Verband.

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