Lufthansa verkündet Germanwings-Schließung

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Flugzeuge der Germanwings auf dem Flughafen Köln/Bonn. Das Unternehmen gab am Dienstag in Frankfurt zudem bekannt, dass der Flugbetrieb der Kölner Tochter Germanwings nicht wieder aufgenommen wird. "Der Flugbetrieb der Germanwings wird beendet", hieß es. Das Management rechnet damit, dass es Monate dauern wird, bis die globalen Reisebeschränkungen vollständig aufgehoben sein werden und sogar Jahre, bis die weltweite Nachfrage nach Flugreisen wieder auf dem Vorkrisenniveau ankommen wird.

Was war passiert? Der Lufthansa-Konzern hatte in der vergangenen Woche die Zukunft des Germanwings-Flugbetriebs in einer Pressemitteilung zu den Verhandlungen um die Aufstockung des Kurzarbeitergelds in Frage gestellt.

Artikel aktualisiert um 17.21 Uhr - Im Oktober 2015 hat die Lufthansa dafür gesorgt, dass die Germanwings-Kennung "4U" vom Radar verschwindet, jetzt trifft es die komplette Tochterfirma. Sie müssten auch im Fall einer Schließung weiter bei der Lufthansa beschäftigt werden.

Bei der Lufthansa Airline werden dennach sechs Flugzeuge vom Typ Airbus A380 und sieben Flugzeuge vom Typ A340-600 sowie fünf Boeing 747-400 stillgelegt. "Die Ausflottung von sieben A340-600 und fünf Boeing 747-400 wurde vor dem Hintergrund der nachteilhaften Ökoeffizienz und Wirtschaftlichkeit dieser Flugzeugtypen entschieden". Auch diese beiden Marken müssen unter anderem die Anzahl ihrer Flugzeuge reduzieren.

Zusätzlich soll Lufthansa Cityline drei Flugzeuge vom Typ Airbus A340-300 aus dem Betrieb nehmen. Die Eurowings wird ebenfalls die Zahl ihrer Flugzeuge weiter reduzieren. So sind im Bereich der Kurzstrecke zusätzlich zehn Airbus A320 zur Ausflottung vorgesehen.

Bei der Kerngesellschaft Lufthansa sollen dauerhaft 18 Langstreckenflugzeuge und elf Mittelstreckenjets am Boden bleiben.

Die bereits begonnenen Restrukturierungsprogramme bei Austrian Airlines und Brussels Airlines werden durch die Coronakrise nochmals verschärft.

Auch Swiss International Airlines muss ihre Flottengrösse anpassen.

Für alle Mitarbeiter, die von dem Restrukturierungspaket betroffen sind, gelte weiter das Ziel, möglichst vielen eine Weiterbeschäftigung innerhalb der Gruppe zu ermöglichen, heisst es vom Konzern weiter. Dafür sollten mit den Sozialpartnern nun zügig Gespräche vereinbart werden, um unter anderem über neue Beschäftigungsmodelle zur Sicherung von möglichst vielen Arbeitsplätzen zu sprechen. Aber auch ein deutlicher Arbeitsplatzabbau dürfte bei den Gesprächen im Raum stehen.

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