Abenteurer und Aktivist Rüdiger Nehberg im Alter von 84 Jahren gestorben

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Rausdorf. Der deutsche Survival-Experte und Aktivist für Menschenrechte, Rüdiger Nehberg, ist tot.

Nächstenliebe habe bei Rüdiger Nehberg immer an erster Stelle gestanden, so der Ministerpräsident weiter: "Sein Kampf gegen die weibliche Genitalverstümmelung in vielen afrikanischen und asiatischen Ländern ist beispiellos und wird immer untrennbar mit seinem Namen verbunden bleiben".

Wie auf seiner Internetseite und bei Facebook mitgeteilt wurde, verstarb der gebürtige Bielefelder im Alter von 84 Jahren. Seine Reichweite nutzte der Abenteurer, um sich weltweit als Menschenrechtsaktivist zu engagieren. "Wir trauern", stand am Donnerstagabend auf der Homepage von Nehbergs Verein Target.

1999 schipperte Rüdiger Nehberg auf seinem Baumboot "The Tree" zum Jungfernstieg in Hamburg. Seit Anfang der 1980er-Jahre setzte er sich für das indigene Volk der Yanomami im brasilianischen Regenwald ein, deren Lebensraum etwa durch Goldsucher massiv in Gefahr geraten war. Gemeinsam mit Witwe Annette kämpfte er zudem seit Jahren gegen die Genitalverstümmelung bei jungen Mädchen und Frauen in Asien und Afrika.

Der gelernte Bäcker und Konditor aus Bielefeld hatte vor und zunächst auch während seiner Abenteurerzeit eigene Ladengeschäfte in Hamburg. Ende der 1960er Jahre befasste er sich mit dem Thema Überlebenstraining und wurde schließlich zum Survival-Pionier in Deutschland.

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