Covid-19 - RKI meldet 61.913 Corona-Infizierte in Deutschland

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Laut einer Studie halten bislang 41 Prozent der Deutschen Covid-19 für gefährlich.

Diese Zahlen stellte das Robert-Koch-Institut (RKI) heute bei seiner Pressekonferenz vor. "Mehr ist aktuell nicht drin", sagte Wieler.

Als sehr erfreulich erachtet das RKI die rege Teilnahme von Kliniken im neu geschaffenen DIVI-Intensivregister, eine Initiative der Deutschen Interdisziplinären Vereinigung für Intensiv- und Notfallmedizin (DIVI), des RKI und der Deutschen Krankenhausgesellschaft (DKG). "Alle Menschen müssen verstehen, dass es sich um eine schwerwiegende Erkrankung handelt", sagte Wieler. "Ich bitte dringend alle Krankenhäuser, sich an dieser Aktion zu beteiligen, um auf dieser Basis eine optimale Versorgung der COVID-19-Patienten sicherzustellen", betonte Wieler.

Im Moment liege die Rate bei 0,8 Prozent, sagte Wieler. Gleichzeitig plädierte er dafür, dass alle Menschen sich gegenseitig schützen müssten, also auch davon absehen sollten, bei leichten Erkältungssymptomen zur Arbeit zu gehen oder bei der Betreuung von kleinen Kindern zu helfen.

"Ältere können Jüngere anstecken, Jüngere können Ältere anstecken. Passen Sie Ihr Schutzverhalten an", sagte Wieler. Die Pandemie werde noch Wochen und Monate dauern.

Das RKI gab die Zahl der in Deutschland mit dem Coronavirus infizierten Menschen am Dienstag mit 61.913 an - ein Plus von 4615 seit dem Vortag. Die in der amerikanischen Stadt Baltimore ansässige Johns-Hopkins-Universität (JHU) meldete 67.051 Infizierte. Mehr als 37.800 Menschen sind gestorben.

Der Präsident des Robert-Koch-Instituts, Lothar Wieler, warnt vor leichtfertigem Verhalten in der Corona-Krise.

Auch die Deutsche Herzstiftung und der Berufsverband Deutscher Internisten verwiesen bereits darauf, dass die Infektion für Menschen etwa mit Herz-Kreislauf-Erkrankungen mit einem höheren Sterblichkeits- und Komplikationsrisiko verbunden sei. Die Auswertung hat ergeben, dass das Durchschnittsalter der Infizierten bei 47 Jahren liegt. Die Verstorbenen sind durchschnittlich 80 Jahre alt, der jüngste Tote in Deutschland war 28 Jahre alt und litt an Vorerkrankungen. Dies zeige erneut, dass jede Person erkranken könne.

Der RKI-Präsident warb für das zentrale Register, in das Kliniken ihre Kapazitäten an Intensivbetten eintragen können.

Gleichwohl steige allmählich das Bewusstsein für die Gefährlichkeit von Covid-19. Sein Optimismus, den er in der vergangenen Woche geäußert hatte, sei nach wie vor da.

Die aus den erfassten Fällen errechnete Sterberate liege in Deutschland bisher deutlich niedriger als in der Europäischen Union insgesamt mit etwa 7,6 Prozent. Sie werde aber noch steigen. Die Meldungen hätten einen Zeitverzug, weil die Menschen erst nach einem gewissen Krankheitsverlauf sterben.

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