Mehr Corona-Todesfälle, aber weniger Neuinfizierte in Italien

Einstellen Kommentar Drucken

Rom (Reuters) - In Italien verlangsamt sich die Zunahme der Neuinfektionen mit dem Coronavirus.

Die aktuelle, ursprünglich bis zum 3. April geltende strikte Ausgangssperre im ganzen Land soll bis mindestens zum 12. April verlängert werden, teilte das Gesundheitsministerium mit. In die Zahl sind Tote und Geheilte nicht eingerechnet.

Die Gesamtzahl der Infizierten erhöhte sich um gut 5.200 auf knapp 97.700, wie der Zivilschutz mitteilte. Damit folge die Regierung der Empfehlung ihres wissenschaftlichen Beratergremiums.

Seit 10. März dürfen sich die Menschen im Land nicht mehr frei bewegen. Die Zahl der Coronavirus-Toten innerhalb von 24 Stunden kletterte um 812 auf insgesamt 11.591 Tote. Schulen sind zu, viele Fabriken ebenfalls. "Wir gehen in die richtige Richtung, aber wir dürfen unsere Strategie nicht im Geringsten ändern", sagte der Präsident des nationalen Gesundheitsrates, Franco Locatelli. Man werde nicht von heute auf morgen zur Normalität zurückkehren. Die Debatte um eine Lockerung der strikten Maßnahmen ist bereits im Gange.

Der Präsident des nationalen Gesundheitsinstitutes ISS, Silvio Brusaferro, sagte, man werde bis Ostern warten und dann das weitere vorgehen prüfen. Es wird erwartet, dass die Regierung sie in Kürze verlängert. Das Problem bestehe darin, herauszufinden, welche Öffnungsformen sicherstellen, dass die Zahl der Neuinfektionen nicht wieder wachse. Möglich sei, dass der Staat mehr Freiheiten erlaube und sie wieder zurücknehmen müsse. Über den Einsatz von Apps, die die Bewegung von Patienten kontrollieren, werde nachgedacht.

Comments