Spanien - Mehr Corona-Tote als in China

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Die Behörden in Madrid hoffen, dass der Höhepunkt der Epidemie bald erreicht ist. Damit sind in Spanien jetzt mehr Menschen an der Lungenkrankheit gestorben als im Ursprungsland China.

Innerhalb eines Tages sei die Zahl der Toten um mehr als 700 gestiegen, teilte das Gesundheitsministerium in Madrid mit. Inwieweit die offizielle Statistik dort aber die wahre Lage widerspiegelt und wie hoch die Dunkelziffer ist, ist unklar. Allein in Italien liegt die Zahl mit mehr als 6.800 Toten noch höher. Mehr als die Hälfte aller Todesfälle wurden somit in der Hauptstadt verzeichnet. 5300 Patienten sind landesweit aber bereits wieder gesund. Auch Joggen oder Spaziergänge sind verboten.

Die Zahl der Coronavirus-Todesopfer in Spanien hat damit die Chinas überholt.

Quasi eingesperrt in ihren Häusern hoffen die Spanier, dass in ihrem Land endlich der Höhepunkt der Corona-Epidemie erreicht wird.

Viele Krankenhäuser - speziell in Madrid - sind aber bereits am Limit. Wegen der vielen Todesfälle musste zudem die Eishalle in Madrid zum Leichenhaus umfunktioniert werden, weil die Bestattungsunternehmen völlig überlastet sind. Am Nachmittag sollte das Parlament darüber abstimmen, den Alarmzustand und die strengen Maßnahmen bis zum 11. April zu verlängern. Allerdings häufen sich die Berichte über Verstöße gegen die weitgehende Ausgangssperre.

Über dieses Thema berichtete Deutschlandfunk am 25. März 2020 um 14:00 Uhr.

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