Afghanistan - Selbstmordattentäter greifen Sikh-Tempel an und nehmen Geiseln

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Unter den Geiseln sollen auch Frauen und Kinder gewesen sein.

In der afghanischen Hauptstadt Kabul haben mehrere Selbstmordattentäter einen Tempel der Sikh-Religion angegriffen und zahlreiche Menschen in ihre Gewalt gebracht. "Die Gottesdienstbesucher gehen normalerweise früh am Morgen in den Tempel", sagte ein Vertreter der Sikh- und Hindugemeinschaft im afghanischen Parlament der Deutschen Presse-Agentur. Der Einzeltäter sei von Sicherheitskräften getötet worden, sagte ein Sprecher des Innenministeriums am Mittwoch weiter. Eine weitere Politikerin bestätigte die Zahl der Geiseln. Kurz darauf seien Sicherheitskräfte am Ort des Geschehens eingetroffen."Der erste Stock des Tempels ist geräumt worden". Die Spezialeinheiten sind besonders vorsichtig, da es sich um einen zivilen Bereich handelt.

"Bislang haben wir keine Nachrichten aus dem Inneren (des Tempels)".

AFP meldet unter Berufung auf die Site Intelligence Group, dass sich die Terrormiliz IS* ("Islamischer Staat"; auch Daesh) zu der jüngsten Attacke bekenne.

Die militant-islamistischen Taliban dementierten, für den Angriff verantwortlich zu sein, wie der Taliban-Sprecher Sabihullah Mudschahid auf Twitter mitteilte. Heute leben nach Angaben von Sikh-Politikern nur noch etwa 1000 Sikhs in Afghanistan.

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