Jahrestag: Germanwings-Absturz jährt sich zum fünften Mal

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150 Menschen starben vor fünf Jahren beim Absturz einer Germanwings-Linienmaschine in Frankreich. Wegen der Corona-Pandemie finden in diesem Jahr keine öffentlichen Gedenkfeiern statt. Ebenso sollen Kerzen in den Fenstern an diesem Abend auch für die Opfer brennen.

Angehörige bestätigen seinen Eindruck: "Die Trauer ist nach wie vor da und genauso intensiv, aber wir haben gelernt, damit zu leben", sagt eine Mutter aus Haltern. Jeder Stab steht für einen der an Bord von 4U9525 getöteten Menschen.

Nordrhein-Westfalens Ministerpräsident Armin Laschet gedachte der Opfer in einer Videobotschaft: "Wir werden die Opfer des Germanwings-Flugs 9525 nie vergessen", sagte Laschet in dem bei Twitter veröffentlichten Video. Auch bei der Staatsanwaltschaft Marseille laufen auch fünf Jahre nach dem tragischen Vorfall noch Ermittlungen. "Wenn Sie sich aber die liebevoll gestalteten Gräber ansehen, dann wissen Sie, dass der Spruch hier nicht gilt". Unter den Toten waren 16 Schüler und zwei Lehrerinnen aus Haltern in Nordrhein-Westfalen, die von einem Schüleraustausch in Spanien kamen. Nach Erkenntnissen der Ermittler brachte der vermutlich unter Depressionen leidende Copilot das Flugzeug absichtlich zum Absturz, um sich selbst zu töten. Niemand überlebte an jenem 24. März 2015. Auch eine Gedenkfeier, die in Südfrankreich in der Nähe der Absturzstelle geplant war, wurde abgesagt. Sie hätten am Vormittag an einem ökumenischen Gottesdienst in der Kathedrale von Digne les Bains teilgenommen und wären anschließend in die kleine Gemeinde Le Vernet gefahren.

In Le Vernet gibt es ein Gemeinschaftsgrab, in dem die sterblichen Überreste bestattet wurden, die keinem der Opfer mehr zugeordnet werden konnten.

Vor der Gedenktafel am Joseph-König-Gymnasium in Haltern gedachten am Dienstagvormittag einige Menschen schweigend der Opfer.

In Haltern werden zur Absturzzeit um 10.41 Uhr alle Kirchenglocken läuten.

Auf dem Friedhof von Le Vernet wurde zur Absturzzeit 10.41 Uhr ein Blumengebinde niedergelegt, wie der Bürgermeister der Gemeinde Prads Haute-Bléone, Bernard Bartolini, am Dienstag berichtete.

Der Ministerpräsident und das Schulministerium haben Trauergebinde geschickt. Die Stadt Haltern ließ an einer Gedenkstätte auf einem Friedhof einen Trauerkranz aufstellen. In der nordrhein-westfälischen Stadt haben deswegen Kirchen, Stadt und das Joseph-König-Gymnasium die Bevölkerung dazu aufgerufen, ein "Licht des Gedenkens" ins Fenster zu stellen.

"Diese Kerzen, die die Dunkelheit erhellen und schon von Weitem sichtbar sind, sollen an die Opfer der Flugkatastrophe erinnern", hieß es in einem Aufruf.

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