Deutsche Telekom überlässt Robert Koch-Institut Bewegungsprofile von Nutzern

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"Die Daten zeigen uns, ob insgesamt die Mobilität der Bevölkerung nachgelassen hat", sagte RKI-Präsident Lothar Wieler in Berlin. Auf der einen Seite werden Maßnahmen getroffen, um die Ausbreitung zu verlangsamen und auf er anderen Seite wird mit Hochdruck an einem Impfstoff und Medikamenten geforscht.

Das Robert-Koch-Institut (RKI) will mit anonymisierten Handydaten die Wirkung der massiven Einschränkungen des öffentlichen Lebens in Deutschland im Kampf gegen das Coronavirus prüfen.

Das RKI hatte bereits Anfang des Monats gefordert, über die Standortdaten die Kontaktpersonen infizierter Mobilfunknutzer auszumachen, um sie informieren und isolieren zu können.

"Wir erwarten von allen Hospitälern, dass sie ihre Intensivkapazitäten mindestens verdoppeln", sagte Wieler auf der täglichen Pressekonferenz.

Die Zahl der mit dem Coronavirus infizierten Personen steigt weiter an. "Das Ziel muss sein, dass die Anzahl der Patienten, die zu einem Zeitpunkt das Krankenhaus benötigen, so gering wie möglich ist", sagte Wieler.

Das RKI schätzt die Überlebensrate bei einer Covid-19-Erkrankung auf 99 Prozent. Ansonsten stünden etliche Kliniken in der Corona-Krise "sehr schnell vor der Insolvenz", so der DKG-Präsident Gerald Gaß. Wieler betont in der PK, dass es bis zu zwei Jahre dauern könnte, bis der Corona-Pandemie weltweit Einhalt geboten werden könne.

Die Kapazitäten der Gesundheitsämter könnten noch erhöht werden, indem Studierende als Unterstützung ausgebildet werden, heiß es beim RKI.

Bewegungsdaten sollen bei der Bekämpfung des Coronavirus helfen. Wieler geht davon aus, dass die tatsächliche Anzahl der Infektionen höher liegt. Der Kern der Aufgaben der Ämter sei die Kontaktnachverfolgung bei Infizierten, um die Infektionsketten zu durchbrechen.

Demnach sind - Stand 20. März, 00:00 - rund 14.000 bestätigte Corona-Fälle in Deutschland gemeldet. So könne man einschätzen, ob die Menschen nun weniger reisten und unterwegs seien. "Wir wissen noch nicht, wie die Sterberate am Ende aussieht". Das ist ein Anstieg von 2.958 Fällen seit gestern.

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