Trump will USA nicht lange stilllegen aus Angst vor Rezession VIRUS/ROUNDUP

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Es könne nicht sein, dass die US-Wirtschaft der Corona-Krise zum Opfer falle.

Trump deutete zwischen den Zeilen an, dass seine Kehrtwende, die bereits in der kommenden Woche eingeläutet werden könnte, einer eigenwilligen Kosten-Nutzen-Abwägung folgt. Ist das etwas voreilig?

Trump sagte, die USA würden sich eher in einer Frage von Wochen als von Monaten wieder für Geschäfte öffnen. "Wir müssen wieder an die Arbeit gehen". Er hoffe, dass die USA bis Ostern - also Mitte April - wieder im Normalbetrieb laufen könnten.

Trump hatte sich zuletzt zunehmend frustriert über die wirtschaftlichen Auswirkungen der Maßnahmen im Anti-Coronavirus-Kampf gezeigt. "Aber wir werden mehr Menschen verlieren, wenn wir das Land in eine massive Rezession oder Depression stürzen". Am 30. März endet die von Trump willkürlich angeordnete 15-tägige Notfallperiode, in der Heimarbeit und der Verzicht auf soziale Kontakte offizielle Regierungspolitik war.

"Wir können nicht zulassen, dass die Heilung schlimmer ist als das Problem", sagte Trump. Er sagte, Staaten mit großen Falllasten könnten weiterhin strengere Maßnahmen durchsetzen, während andere Teile des Landes zur Arbeit zurückkehren.

Die Zahl der Todesopfer durch das Coronavirus in den USA ist in den vergangenen Tagen rasant gestiegen und erreichte am Dienstag die Grenze von 600. Es wurden bereits mehr als 46.000 Infektionen und mehr als 590 Todesfälle bestätigt. Den Menschen in der Stadt stehe eine harte Woche bevor, "und kommende Woche wird es noch schlimmer".

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) warnte außerdem am Dienstag, die USA könnten Europa bald als neues Epizentrum der Pandemie ablösen. Die wirtschaftliche Aktivität ist teilweise zum Erliegen gekommen. Viele Geschäfte, Schulen und Betriebe wurden vorübergehend geschlossen, Veranstaltungen reihenweise abgesagt und größere Menschenansammlungen verboten. Das genaue Ausmaß der Verwerfungen der Coronavirus-Pandemie in den USA ist noch nicht absehbar.

Trumps Regierung und seine Republikaner verhandeln derzeit mit den Demokraten im US-Kongress über ein billionenschweres Konjunkturpaket als Antwort auf die Corona-Krise. Der US-Präsident hat bereits signalisiert, dass er auch zu weiteren Konjunkturpaketen bereit sei, falls das aktuelle nicht ausreichen sollte. Trump stellt sich im November zur Wiederwahl. "Wir sehen jetzt eine sehr starke Beschleunigung der Fallzahlen", sagte WHO-Sprecherin Margaret Harris. "Amerika wird bald wieder offen sein für Geschäfte".

Obwohl er zugab, dass es Kompromisse gab, gab es keine Frage, dass er behauptete, wenn sich die Schließungen über Monate erstrecken, würde dies wahrscheinlich mehr Tod bedeuten als alles, worüber wir in Bezug auf das Virus sprechen. Das wirtschaftliche Leben ist erheblich beeinträchtigt. "Wenn es nach den Ärzten ginge, würden sie vielleicht sagen: Lasst es abgeschottet, lasst uns die die ganze Welt abschotten". Für eine Wirtschaftsmacht wie die USA sei das aber langfristig keine Lösung.

Am schwersten getroffen durch das Coronavirus ist in den USA der Bundesstaat New York an der Ostküste.

Zu Trumps Versprechen einer baldigen Erholung und zu einem möglichen Ende der geltenden Beschränkungen sagte Cuomo: "Kein Amerikaner wird sagen: "Bring die Wirtschaft für den Verlust von Menschenleben in Gang". Im Moment verdoppelten sich die Zahlen alle drei Tage, die Mittel der Behörden seien mit den Ausgangsbeschränkungen weitgehend erschöpft.

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