Kontaktverbot - Was du jetzt noch darfst und was nicht

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Artikel aktualisiert am 22. März um 18.18 Uhr - Es gibt - erstmal - keine Ausgangssperre. Was das konkret bedeutet.

Der ganz große Paukenschlag bleibt vorerst aus. Gleiches beinhaltet auch das Infektionsschutzgesetz, das für ganz Deutschland gilt. Merkel hatte sich zuvor bei einer Telefonkonferenz mit den Ministerpräsidenten der Länder auf das "Kontaktverbot" verständigt. Diese Maßnahmen sollen für mindestens zwei Wochen gelten. Doch nicht jeder macht da mit. Manches werde in den Ländern aber eben noch spezifisch für die jeweilige Situation geregelt, sagte sie und verwies darauf, dass Länder wie Bayern oder das Saarland Grenzen zu Hochrisikoregionen der Nachbarn Frankreich oder Italien haben. Am Sonntag zog dann Sachsen nach. Vielmehr ginge es darum Kontakte im öffentlichen Raum zu minimieren.

Coronavirus: Kontaktverbot in Deutschland - was ist jetzt noch erlaubt?

Die Innenstadt von Hamburg: Die Corona-Krise hat das öffentliche Leben weitgehend zum Erliegen gebracht. Für Bürger im Südwesten oder im Westen wäre es aber schwer einzusehen gewesen, warum sie ihre Kontakte so erheblich stärker beschränken sollten als Menschen ausgerechnet in der Metropole. Zu anderen Personen ist - sofern irgendwie möglich - ein Mindestabstand von 1,5 bis 2 Metern einzuhalten.

"Nach unserer Einschätzung ist nicht das Verlassen der Wohnung die Gefahr, sondern der enge, unmittelbare Kontakt", so der Ministerpäsident des bevölkerungsreichsten Bundeslandes. Verstöße gegen die Kontakt-Beschränkung sollen von Ordnungsbehörden und der Polizei überwacht und bei Zuwiderhandlungen sanktioniert werden. Eine Höhe der Strafen ist in dem Beschluss nicht genannt.

Das Kontaktverbot schließt auch die Gastronomie mit ein. In Nordrhein-Westfalen sollen laut Laschet alle Restaurants und Gastronomiebetriebe geschlossen werden.

Lieferung und Abholung mitnahmefähiger Speisen für den Verzehr zu Hause.

In diesen Bereichen sei eine körperliche Nähe unabdingbar, so die Begründung. "Wir stehen bereit, wenn eine stationäre Behandlung notwendig wird, aber Hut ab vor dem Team des Pflegeheimes, das solche Leistungen erbringt, stets selbst auch bedroht von der Infektion, die aber bei Jüngeren meist nicht so schwer verläuft", so der Ärztliche Direktor des Universitätsklinikums, Georg Ertl.

Kontaktverbot in Deutschland in Coronakrise: Schließen alle Geschäfte?

- In allen Betrieben ist es wichtig, die Hygienevorschriften einzuhalten und wirksame Schutzmaßnahmen umzusetzen. Italien hat zwar längst weitreichende Ausgangssperren verhängt und schränkt nun auch die Arbeit in vielen Unternehmen radikal ein. Weitergehende Regelungen aufgrund von regionalen Besonderheiten oder epidemiologischen Lagen in den Ländern oder Landkreisen bleiben demnach aber möglich. Aber sie seien notwendig und verhältnismäßig. Bei den bekannten Fällen gehe man davon aus, dass mindestens 2809 Personen bereits genesen sind. Wer sich nicht an die Regeln hält, dem drohen Strafen. Laut "Bild" sind Freiheitsstrafen bis zu zwei Jahren vorgesehen. Das fällt unter eine Ordnungswidrigkeit.

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