Corona-Krise: Nach Vapiano meldet auch Maredo Insolvenz an

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In der Coronakrise gibt es die nächste größere Pleite in der Restaurant-Landschaft: Diesmal trifft es die Steakhaus-Kette Maredo. Damit kann das Unternehmen aktuell keine Einnahmen mehr erzielen, gleichzeitig müssen Mieten und Gehälter weiterbezahlt werden. Sollte Maredo die Voraussetzungen für Staatshilfe erfüllen, könnte das eingeleitete Verfahren wieder zurückgenommen werden, so die Hoffnung. Mit entsprechenden Auskünften von den zuständigen staatlichen Stellen beziehungsweise den zuständigen Banken rechnet das Unternehmen in dieser Woche.

Die Stellung des Insolvenzantrags war aufgrund der Auswirkungen der Corona-Krise und der stark zurückgegangenen Umsätze unausweichlich.

Derzeit beschäftigt Maredo eigenen Angaben zufolge rund 1000 Mitarbeiter, davon 950 Mitarbeiter in Deutschland und etwas mehr als 50 in Salzburg sowie Wien. Wesentliche Unternehmen der Maredo Gruppe, Betreiberin der Maredo Steak-Restaurantkette, haben "vorsorglich" Insolvenzantrag beim Amtsgericht Düsseldorf gestellt. Zur Wahrung von Sanierungschancen wurde die besondere Form der Eigenverwaltung beantragt, die bisherige Geschäftsführung bleibt damit voll handlungsfähig.

Maredo, 1973 von Manfred Holl, Karl-Heinz Reinheimer und Udo Schlote gegründet, ist eine Steakhauskette mit 35 Restaurants in Deutschland sowie je einem Restaurant in Salzburg und Wien. Für die insolvenzrechtlichen Besonderheiten des Verfahrens sei der Jurist Andreas Elsässer zusätzlich in die Geschäftsführung berufen worden.

Die Maredo Handels GmbH und die Maredo Frische GmbH, die den Lebensmittelhandel beliefern, sind Unternehmensangaben zufolge von den Insolvenzverfahren nicht betroffen. Sie bleiben bei gut sortierten Händlern unverändert im Angebot.

Die Corona-Krise hat auch die ohnehin angeschlagene Restaurantkette Vapiano in die Insolvenz getrieben. Am Freitag hatte sich die Pasta-Kette Vapiano für zahlungsfähig erklärt.

Zugleich richtete Vapiano einen "dringenden Appell an die Bundesregierung zur schnellen Umsetzung der wirtschaftlichen Hilfen in der Covid-19-Krise".

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