Asterix-Zeichner Uderzo ist 92-jährig gestorben

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Nun ist der Vater von Asterix und Obelix, der die beiden widerständigen Gallier 1959 gemeinsam mit René Goscinny aus der Taufe hob, im Alter von 92 Jahren gestorben. Am Dienstag ist Asterix-Zeichner Albert Uderzo im Alter von 92 Jahren gestorben, wie seine Familie mitteilte.

Uderzo hatte gemeinsam mit René Goscinny die weltberühmten Comicfiguren Asterix und Obelix geschaffen, die mit ihrem Dorf voller unbeugsamer Gallier den römischen Besatzern die Stirn bieten. Da Goscinny, der ursprünglich für Szenarien und Dialoge zuständig war, bereits 1977 starb, war Uderzo seitdem auch für Dialoge und Handlung der Comicreihe zuständig. Bis heute wurden 38 Bände veröffentlicht, die sich weltweit mehrere Hundert Millionen Mal verkauften. Dazu zählen Übersetzungen in 111 Sprachen und Dialekte.

Uderzo war ein begnadeter Zeichner, hatte allerdings in den vergangenen Lebensjahren wegen der Arthrose in seinen Händen kaum noch zum Stift gegriffen. In Deutschland kam das Werk 1968 auf den Markt. Es gibt Comic- und Realverfilmungen, Merchandise und sogar einen Freizeitpark nahe Paris.

Nach dem Tod von Goscinny hatte Uderzo die Alben allein weiterproduziert. Als Zeichner und Texter setzte Uderzo die Serie fort. Zwei Jahre später übergab er das Zepter an jüngere Kollegen. Der erste Asterix-Band seiner Nachfolger Jean-Yves Ferri und Didier Conrad erschien 2013. Seine ersten grafischen Inspirationen bekam Uderzo aus den Comics, die er in den Dreißigerjahren als Kind las: die Comicstrips von Floyd Gottfredson mit Micky Maus. Er galt sein Leben lang als ebenso streitlustig wie Asterix.

Einen großen Familienstreit mit seiner Tochter seit dem Jahr 2008, bei dem es unter anderem um Anteile an dem Großverlag Hachette ging, konnte er zuletzt beilegen. Darüber sei er sehr glücklich, hatte Uderzo anlässlich seines 90. Geburtstags vor drei Jahren unterstrichen. Er habe dann endlich wieder für sein Enkelkind zeichnen können.

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