VIRUS: Lieferengpass für Pneumokokken-Impfstoffe | Nachricht

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Durch die Lieferengpässe hat auch die Ständige Impfkommission (STIKO) ihre Empfehlungen aktualisiert: Gegen Pneumokokken impfen lassen sollten sich aktuell nur "Säuglinge, Patientinnen und Patienten mit nachgewiesenen Immundefekten, Seniorinnen und Senioren, die älter als 70 Jahre sind sowie Patientinnen und Patienten mit chronischen Atemwegserkrankungen".

Der Impfstoff Prevenar® 13 soll ausschließlich für die Grundimmunisierung im Säuglingsalter bis zu einem Alter von 2 Jahren verwendet werden. Sollte Prevenar®13 nicht verfügbar sein, kann auf den 10-valenten Pneumokokken-Konjugatimpfstoff Synflorix® ausgewichen werden.

Pneumovax soll nach PEI-Angaben voraussichtlich Anfang Mai wieder lieferbar sind. Wie viele Impfdosen das dann sein werden, ist allerdings nicht bekannt. Prevenar® 13 sei nur "begrenzt verfügbar". Das bedeutet: "Für die Säuglingsimpfung sind noch Kontingente vorhanden". Einige Experten raten auch zu einer Auffrisch-Impfung gegen Keuchhusten bei Erwachsenen. "Hersteller und Apotheker kontrollieren daher die Abgabe", erklärte Isabelle Bekeredjian-Ding, die am PEI die Abteilung Mikrobiologie leitet.

Grundsätzlich wird diese Impfung über 60-Jährigen und Menschen mit erhöhtem gesundheitlichen Risiko empfohlen, was nur etwa die Hälfte beherzige.

Bekeredjian-Ding wies darauf hin, dass die Unternehmen die Menge der produzierten Impfstoffe an die jeweilige Nachfrage der Vorjahre anpassen würden. Wenn sich dann plötzlich - wie in der jetzigen Situation - alle doch impfen lassen wollten, seien Engpässe zu erwarten.

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