Zwei Tote bei Unfall, ein Opfer flüchtet: Polizei prüft Verbindung zu Verbrechen

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Durch die Leitstelle der Polizei in Arnheim wurde gegen 04.50 Uhr mitgeteilt, dass sich in zeitlicher Nähe zur Tat in Emmerich auf der A12 unmittelbar hinter der deutsch-niederländischen Grenze ein schwerer Verkehrsunfall unter Beteiligung eines Audi RS3 ereignet hat.

Zeugen hätten drei Täter bei der Flucht beobachtet, so die Sprecherin. Laut den Beamten lief die dritte Person möglicherweise schwer verletzt von der Unglücksstelle weg.

Am Wagen sei ein Kennzeichen aus Herne montiert gewesen. Gegen 4.03 Uhr bemerkte eine Sicherheitsfirma, dass ein Alarm ausgelöst wurde. Der Unfallort sei rund 15 bis 20 Kilometer von dem Geldautomaten entfernt. Der Audi war nach dem Aufprall in einen Graben geschleudert. Am Geldautomaten wurden massive Hebelspuren festgestellt, zu einer Sprengung war es offenbar nicht gekommen.

Die Überwachungskameras einer angrenzenden Spielhalle zeigten insgesamt drei Personen, die wohl versuchten, mit Gasflaschen und Zuleitungen eine Sprengung herbei zu führen. Die Polizei fahndet derzeit nach ihr und setzte bei der Suche einen Hubschrauber ein.

Eine Dreiviertelstunde später erreichte die Polizei eine tragische Meldung von den niederländischen Kollegen aus Arnheim: Bei einem Verkehrsunfall auf der A12 direkt hinter der Grenze starben zwei Insassen eines Autos.

Warum die Verdächtigen den Automaten nicht sprengten, ist noch unklar.

Nach Angaben des Landeskriminalamts NRW haben die Geldautomatensprengungen in diesem Jahr massiv zugenommen. Stand Freitag seien bereits 30 Taten gezählt worden, wobei es in 21 Fällen beim Versuch geblieben sei, die Täter also ohne Beute abzogen, sagte ein Sprecher.

Die Ermittler der LKA-Sonderkommission "Heat" gehen davon aus, dass viele der Explosionen auf das Konto einer Täterszene gehen, die in den Vororten von Utrecht und Amsterdam in den Niederlanden lebt.

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