Gericht stoppt Pläne für 3. Piste am Flughafen Heathrow

Einstellen Kommentar Drucken

Umweltschutzorganisationen kündigten umgehend Klagen an, da die Pläne ihrer Meinung nach gegen das Pariser Klimaabkommen verstoßen. "Heute haben wir die Pläne der Tory-Regierung zum Bau einer dritten Startbahn am Flughafen Heathrow blockiert".

Die Regierung müsse das Projekt daher überdenken.

Die Regierung der damaligen Premierministerin Theresa May habe bei der Genehmigung des Baus die Zusagen im Rahmen des Pariser Klimaabkommens ignoriert, lautete nun die Begründung des Berufungsgerichts unter Vorsitz von Lordrichter Lindblom. Die Regierung von Premier Boris Johnson kündigte an, keine Berufung gegen das Urteil einzulegen. Bei Mays Nachfolger Boris Johnson dürften die Klimaschützer wohl leichtes Spiel haben, ihn von einem endgültigen Stopp des Bauvorhabens zu überzeugen: Der frühere Londoner Bürgermeister ist schon lange ein erklärter Gegner des Ausbaus und beteiligte schon in einem frühen Stadium der Pläne an Protesten. "Ich werde weiterhin für die Sorgen der Londoner einstehen, indem ich alles tue, was ich kann, um die Erweiterung von Heathrow zu verhindern", teilte Londons Bürgermeister über Twitter mit. Der ehemalige Bürgermeister von London muss aber noch eine offizielle Regierungsentscheidung über den Abbruch des Projekts treffen.

Der Ausbau von Heathrow ist seit Jahrzehnten heftig umstritten. "Wir haben gewonnen", sagte Khan nach der Urteilsverkündung. Bis zum Jahr 2028 sollte eine dritte Start- und Landebahn Kapazitäten für 700 Flüge mehr bringen. Das hat ein britisches Gericht nach Klage von Umweltorganisationen entschieden - ein Signalurteil in Sachen dritte Startbahn im Moos, wie MdL Johannes Becher (Grüne) betont: "Die Söder-Regierung und die FMG träumen immer noch von einer 3. Startbahn". Greenpeace sprach von einem "Desaster für das Klima" und warnte vor den Folgen für die Luftqualität in der britischen Hauptstadt.

Comments