Coronavirus: Bundesrat verbietet alle Grossanlässe in der Schweiz

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Die entsprechende Verordnung ist um 10 Uhr in Kraft getreten.

Innenminister Alain Berset hat am Freitagvormittag an einer kurzfristig einberufenen Medienkonferenz bekanntgegeben, dass bisher 15 Personen in der Schweiz positiv auf das Coronavirus getestet worden seien.

Der Schutz der Bevölkerung habe für den Bundesrat oberste Priorität, heisst es in der Medienmitteilung. Aufgrund der aktuellen Situation und der Ausbreitung des Coronavirus, stuft der Bundesrat die Situation in der Schweiz als "besondere Lage" gemäss Epidemiengesetz ein.

Verboten sind wegen der Epidemie bis zum 15. März auch alle Sport-Großveranstaltungen.

Der Bundesrat verbietet wegen des grassierenden Coronavirus alle Grossveranstaltungen mit mehr als tausend Teilnehmerinnen und Teilnehmern. Das bedeutet, dass der Bundesrat selber Massnahmen anordnen kann, für die normalerweise die Kantone zuständig sind. Dies betrifft auch diverse Veranstaltungen in der Zentralschweiz.

Stattfinden können heute Abend im KKL Luzern die Swiss Music Awards. Die Organisatoren schreiben auf ihrer Webseite, dass die Preisverleihung jedoch mit reduzierter Gästezahl durchgeführt werden muss.

Mit dieser Art der Durchführung würden die Auflagen des Bundesrates und der kantonalen Behörden vollumfänglich erfüllt. Gäste und Mitwirkende, die sich in den vergangenen 20 Tagen in den Risikogebieten China, Südkorea, Norditalien, Iran und Singapur aufgehalten haben, dürfen an der Veranstaltung nicht teilnehmen, so die Veranstalter weiter. Das Showcase mit Seven ist für das öffentliche Publikum abgesagt. Wann die Spiele nachgeholt werden ist noch offen. "Wir wollen weitere Ansteckungen so gut es geht in Grenzen halten".

Auch bei Veranstaltungen mit weniger als 1'000 Teilnehmer trifft der Bundesrat Massnahmen.

Der Bundesrat sei sich bewusst, dass diese Massnahme weitreichende Auswirkungen für die Bevölkerung der Schweiz hat, so die Medienmitteilung. Diese Massnahme verspreche allerdings einen wirksamen Schutz für die Menschen im Land und für die öffentliche Gesundheit. Es solle die Verbreitung des neuen Coronavirus in der Schweiz eindämmen.

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