Kölner Karneval: Werden Schull- und Veedelszöch am NRW-Tag nachgeholt?

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Wegen des starken Windes sind auch die beliebten Schull- un Veedelszöch in Köln kurzfristig abgesagt worden. Im Vordergrund stehen die Kreativität der meist jungen Teilnehmer und die lustigen Kostüme.

"Wir haben uns die Entscheidung nicht leicht gemacht, aber angesichts der Prognosen mit Windstärken zwischen 8 und 9 blieb uns aufgrund der starren Vorgaben durch das Sicherheitskonzept leider gar keine andere Wahl", zitiert das Comitee Düsseldorfer Carneval auf Facebook seinen Geschäftsführer Hans-Jürgen Tüllmann. Ursprünglich hatten die Veranstalter in Köln gehofft, dem Wind zu entgehen.

"Um die Sicherheit der Kinder nicht zu gefährden, werden wir den Zugweg um 2,5 Kilometer verkürzen und früher starten", erklärte Zugleiter Willi Stoffel Samstagnachmittag mit.

Die Stadt Köln begründete die Absage auch damit, dass sich immer wieder Verkleidungen gelöst und in den Zugweg geragt hätten.

Auf Kamelle im Überfluss dürfen die Zuschauer aber nicht hoffen: Bei den Schul- und Viertelsumzügen, wie sie auf Hochdeutsch heißen, wird viel weniger Süßes geworfen als am Rosenmontag. Rund 8000 Teilnehmer wollten sich auf den Weg machen. Der Rosenmontagszug solle aber wie geplant stattfinden.

Der Deutsche Wetterdienst warnte am Sonntag vor Sturmböen auf dem ganzen Territorium Deutschlands. Der Umzug in Marne ist der einzige größere in Norddeutschland, der am Rosenmontag stattfindet. 2016 wurde der Düsseldorfer Rosenmontagszug wegen des Sturmtiefs "Ruzica" sogar ganz abgesagt und fünf Wochen später - an einem "Rosensonntag" - nachgeholt.

Auch im vergangenen Jahr waren mehrere kleinere Karnevalszüge wegen eines Sturms abgesagt worden, der große Düsseldorfer Rosenmontagszug musste um einige Stunden verschoben werden.

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