Extra-Kosten: Eurowings streicht freies zweites Handgepäck im Basic-Tarif

Einstellen Kommentar Drucken

Zukünftig können Passagiere, die den BASIC Tarif gebucht haben, lediglich ein großes Gepäckstück mit den Maßen 55x40x23 Zentimeter mit an Bord nehmen. Zudem können Basic-Kunden nicht mehr am Schalter einchecken. Die neuen Regelungen betreffen das Handgepäck und das Check-In Verfahren. Im Januar hatte die Fluggesellschaft angekündigt, dass Passagiere künftig für die Sitzplatzauswahl auf innerdeutschen und Europa-Flügen eine Gebühr zahlen. Das zweite Gepäckstück ist im neuen BASIC Tarif nicht mehr automatisch integriert.

Auf der Internetseite von Eurowings heißt es dazu, "für die meisten unserer Basic-Kunden ist ein günstiger Preis das wichtigste Kriterium bei der Flugbuchung". Durch den Online Check-In und die damit verbundene Hinterlegung von Kontaktdaten kann Eurowings ihre Kunden zum Beispiel bei Flugunregelmäßigkeiten schnell, klar und umfassend durch SMS und E-Mails informieren und unterstützen. Eurowings begründet die Streichung unter anderem damit, dass das Handgepäck "zu den Haupttreibern für Verspätungen" zähle. Zum Auftakt startet Eurowings vom 03. März bis 15. März eine Preisaktion, in dessen Rahmen Flüge im BASIC Tarif um 20 Prozent günstiger angeboten werden. Nach eigenen Angaben hänge dies unmittelbar mit optimierten Handgepäcksprozessen zusammen. Fluggäste wissen dies sehr zu schätzen, was sich in aktuellen Kundenzufriedenheitswerten auf Rekordniveau bei Eurowings widerspiegelt. Von anhaltenden Flugausfällen ist jedoch nicht die Rede. Wer einfach so zum Schalter kommt, muss dafür 5 Euro bezahlen, wie das Unternehmen auf Nachfrage mitteilte. Die neue Regel solle "zu deutlich reduzierten Warteschlangen an den Flughäfen" führen, schreibt Eurowings in einer Mitteilung. So strich die Airline kostenfreie Snacks und Getränke im SMART-Tarif. Wenngleich die Begründungen der Tarifanpassungen durchaus nachvollziehbar sind, geht es der Fluggesellschaft natürlich primär um zusätzliche Einnahmen. Dabei obliegt es dem Passagier selbst, ob er den kostenlosen Online Check-In nutzt oder den kostenpflichtigen Check-In am Schalter. Die Tarifanpassungen erinnern jedoch stark an die typischen Billigfluggesellschaften wie Ryanair oder Wizz Air.

Comments