China - China-Rückkehrer aus Wuhan in Stuttgart erwartet

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Alle am Freitag aus dem besonders von der neuartigen Coronavirus-Epidemie betroffenen chinesischen Provinz Hubei nach Deutschland zurückgekehrten Menschen sind gesund. Die Untersuchungen auf eine Infektion mit Sars-CoV-2 seien direkt nach der Ankunft am Stuttgarter Flughafen durch Ärzte des Öffentlichen Gesundheitsdiensts gemacht worden. Alle Abstrichproben verliefen demnach negativ.

Die Polizei eskortiert einen Wagen des DRK vom militärischen Teil des Flughafens Tegel, nachdem ein Flugzeug mit Rückkehrern aus der chinesischen Stadt Wuhan in Berlin gelandet ist. Das Schiff hatte zwei Wochen unter Quarantäne gestanden. Die Sterberate liegt nach den außerhalb Chinas erfassten Daten bei etwa 0,2 Prozent, wie der Präsident des Robert Koch-Instituts (RKI) in Berlin, Lothar Wieler, kürzlich sagte. Alle Schulen und Hochschulen dort wurden vorläufig geschlossen, das Gesundheitsministerium schickte Expertenteams in die religiöse Stadt 140 Kilometer südlich der Hauptstadt Teheran.

Die 14-tägige Unterbringung der China-Rückkehrerinnen und -Rückkehrer dient lediglich dem Ausschluss eines möglichen Restrisikos, dass die Personen mit dem Coronavirus in Kontakt gekommen sein könnten. Dabei wird zwar noch eine Reduktion der Kontakte zu anderen Personen empfohlen, eine tägliche Messung der Körpertemperatur, das Führen eines Tagebuchs und ein täglicher Anruf vom Gesundheitsamt sind aber nicht mehr vorgesehen.

In Südkorea verdoppelte sich die Zahl erfasster Infektionen innerhalb eines Tages um 53 auf 104. Er kündigte "rasche und starke" Gegenmaßnahmen an.

Von den neuen Fällen wurden den Angaben zufolge allein 85 Infizierte bei Mitgliedern der Shincheonji Kirche Jesu nachgewiesen.

China hat unterdessen erneut die Zählweise bestätigter Infektionen geändert. "Das Zeitfenster, um diesen Ausbruch unter Kontrolle zu halten, wird kleiner", warnte Tedros Adhanom Ghebreyesus. "Aber wenn wir die Chance jetzt verpassen, haben wir ein ernsthaftes Problem", sagte er. Dieses Areal soll deshalb nicht noch einmal für ähnliche Zwecke genutzt werden.

Auch im Ursprungsland China breitet sich der Erreger weiter aus. In Festland-China sind nun mehr als 75.000 Infektionen und mehr als 2200 Tote erfasst. Experten rechnen aber mit einer sehr viel höheren Dunkelziffer. In den engen, überfüllten Anstalten mit schlechter medizischen Versorgung könne sich das Virus leicht ausbreiten, zitierte die "Global Times" einen Beamten. Die Behörden vermuten, dass sich viele der Betroffenen bei einer mit Sars-CoV-2 infizierten Frau ansteckten, als sie in Daegu den Gottesdienst einer christlichen Sekte besuchten. Zurück in der Heimat: Rückkehrer aus der chinesischen Millionenmetropole Wuhan steigen in Stuttgart aus dem Flugzeug. DRK-Fahrzeug vor einem Hotel in Kirchheim unter Teck. Am Freitag zurückerwartet werde zudem ein Ehepaar aus Recklinghausen, das ebenfalls zunächst in häuslicher Quarantäne bleiben soll. Sicherheitskräfte stehen in Yokohama vor der "Diamond Princess". Schon zuvor war bekannt, dass mehr als 20 der Patienten, die sich an Bord mit Sars-CoV-2 infiziert hatten, schwer erkrankt sind.

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