Wir sind müde, konstant außen vor gelassen zu werden

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Bei einer Abschlusskundgebung hielten sowohl Thunberg als auch die deutsche Klimaaktivistin Luisa Neubauer eine Rede.

Die "Fridays for Future" Bewegung wurde von der 17-jährigen Klimaaktivistin Greta Thunberg im April 2019 ins Leben gerufen und ist mittlerweile global bekannt.

Zu Beginn der Demonstration unter dem Motto "Hamburg wählt Klima" legten die Teilnehmer eine Schweigeminute ein. Sie gedachten damit der Opfer der mutmaßlich rassistisch motivierten Gewalttat im hessischen Hanau.

"Die Entscheidungsträger verhalten sich immer noch so, als ob alles gut wäre und die Wissenschaft wird immer noch ignoriert", sagte Thunberg. Sie wisse nicht, wie Politiker ihren Kindern in die Augen schauen können, während sie ihnen die Zukunft stehlen. Doch auch eine positive Botschaft hatte Thunberg für ihre Zuhörer: "Wenn genug Menschen mitmachen, den Wandel voranzutreiben, dann kann der Wandel auch gelingen", prognostizierte sie.

Nach einem Bühnenprogramm mit der norddeutschen Band Fettes Brot sollte der Demonstrationszug vom Heiligengeistfeld über den Rathausmarkt, Jungfernstieg und Gänsemarkt durch die Innenstadt führen. Fridays for Future organisierte dort unter anderem schon zwei Demonstrationen mit 100.000 sowie 50.000 Teilnehmern. "Wir sind traurig, wir sind wütend", sagte Yavuz Feroglu vom kurdischen Dachverband Nav-Dem.

Zwei Tage vor der Hamburger Bürgerschaftswahl waren auch zahlreiche Politiker zu der Demo gekommen, darunter die Grünen-Chefs Robert Habeck und Annalena Baerbock sowie die grüne Hamburger Spitzenkandidatin Katharina Fegebank.

"Nach Hanau müssen wir bundesweit von einer erhöhten Gefahr rechtsterroristischer Anschläge ausgehen", schrieb Grote auf Twitter.

Update 12.04 Uhr: Wegen der Bluttat in Hanau erhöht die Polizei ihre Schutzmaßnahmen bei der "Fridays For Future"-Demo mit Greta Thunberg in Hamburg". "Gerade in diesen Zeiten" müsse das Versammlungsrecht geschützt und genutzt werden.

Mehrere Tausend Menschen haben in Hamburg für den Klimaschutz demonstriert.

Hamburg - Ein "Panikraum" hat meist eine gepanzerte Tür, bruchsichere Fenster und eine Belüftung.

Im Hamburger Innenstadtbereich wird es am kommenden Freitag, 21.02.2020, ab 6 Uhr bis in den späten Abend durch Straßensperrungen zu erheblichen Verkehrsbeeinträchtigungen kommen. 400 Polizisten stünden einsatzbereit, um für Sicherheit bei der Demo kurz vor der Hamburg-Wahl 2020 zu sorgen.

Zur Auswahl des Zeitpunktes der Klimademo - nur zwei Tage vor der Bürgerschaftswahl - sagte Mitorganisator Arnaud Boehmann: "Die Bürgerschaftswahl ist keine regionale Sache, sondern ein entscheidender Akzent für Klimapolitik deutschlandweit".

Mit dem erneuten Klimastreik kurz vor der Bürgerschaftswahl wollten die Organisator*innen der "Fridays For Future"-Bewegung verdeutlichen, wie wichtig es sei, nur Politik zu unterstützen, die sich wirklich für das Klima einsetzt". "Klimaschutz ist längst mehrheitsfähig, und es ist absurd, dass wir in dieser Stadt die Ziele des Pariser Abkommens verfehlen werden", sagte Sprecherin Annika Rittmann. Sie betonte, dass der politische Kampf für mehr Klimaschutz nicht aufhören dürfe. Eine Rede Thunbergs wird erwartet, außerdem hat sich die Hamburg Hip-Hop-Gruppe Fettes Brot angekündigt. Fridays for Future erwartete nach eigenen Angaben 30.000 Teilnehmer. "Schülerstreik oder schon Grünen-Wahlkampfhilfe?", fragt zum Beispiel das Spiegel-Portal bento. Hamburg gilt als Hochburg der Klimaschutzbewegung.

Vor fast genau einem Jahr - am 1. März - hatte die schwedische Klimaaktivistin das erste Mal an einem Klimastreik in Hamburg teilgenommen.

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