Zahlungsdienstleister: Wirecard setzt rasantes Wachstum fort

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Im Zusammenhang mit dem Zahlungsdienstleister Wirecard wird ermittelt - die Geschäfte scheint das nicht zu beeinträchtigen. Im vergangenen Jahr hat das Dax-Unternehmen aus dem Münchner Vorort Aschheim sein Geschäft mit der Abwicklung bargeldlosen Bezahlens ein weiteres Mal sehr schnell ausgebaut.

Im Gesamtjahr stieg der Umsatz 38 Prozent auf 2,8 Milliarden Euro, das EBITDA kletterte um 40 Prozent auf 785 Millionen Euro. Wirecard steigerte das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) im Schlussquartal nach vorläufigen Zahlen um 41 Prozent auf 232 Millionen Euro.

Die Wirecard AG hat mit anhaltenden Vorwürfen unsauberer Bilanzierung zu kämpfen, welche auch den Aktienkurs belasten. Dort haben sich die Ermittlungsbehörden eingeschaltet.

In Deutschland ermitteln sowohl die Finanzaufsicht Bafin als auch die Münchner Staatsanwaltschaft, aber nicht gegen Wirecard. Die Behörden gehen stattdessen dem Verdacht nach, dass das Unternehmen Opfer gezielter Attacken von Börsenspekulanten geworden sein könnte.

Markus Braun Vorstandsvorsitzender von Wirecard
Markus Braun Vorstandsvorsitzender von Wirecard

Die Zahlen seien ein "deutlicher Beleg" dafür, dass das Geschäftsmodell nachhaltig sei, sagte Vorstandschef Markus Braun. Um die Anschuldigungen zu entkräften, hat der Konzern im Oktober ein unabhängiges Gutachten bei der Wirtschaftsprüfungsgesellschaft KMPG in Auftrag gegeben, das bis Ende März veröffentlicht werden soll, rechtzeitig vor der Bilanzpressekonferenz am 8. April. Wir bieten sowohl Geschäftskunden als auch Verbrauchern ein ständig wachsendes Ökosystem an Echtzeit-Mehrwertdiensten rund um den innovativen digitalen Zahlungsverkehr durch einen integrierten B2B2C-Ansatz.

Bereinigt um Sonderaufwendungen für Prüfungs-, Beratungs- und Rechtsberatungsleistungen hätte das operative Ergebnis 794 Millionen Euro bei einem Wachstum von 42 Prozent betragen.

Für dieses Jahr peilt Wirecard-Chef Braun ein Vorsteuerergebnis von 1,00 bis 1,12 Milliarden Euro an. Das wäre gemessen an 2019 mehr als eine Vervierfachung. Wachsen will Wirecard vor allem in Ostasien, so in China und Japan.

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