Telekommunikation - Mobilfunk-Messe MWC abgesagt wegen Sorgen um Coronavirus

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Immer mehr Unternehmen sagen ihre Teilnahme ab. Die GSMA und die Gastgeberstadtparteien werden weiterhin gemeinsam arbeiten und sich gegenseitig bei der Durchführung des MWC Barcelona 2021 und zukünftigen Ausgaben unterstützen.

Bereits in den zurückliegenden Tagen hatten langjährige Teilnehmer wie LG, Ericsson und auch die Deutsche Telekom angekündigt, nicht an dem Branchentreffen teilnehmen zu wollen.

In den vergangenen Tagen häuften sich aber weitere Absagen. Die Messe in Barcelona ist mit üblicherweise mehr als 100.000 Besuchern und rund 2800 Ausstellern aus aller Welt eine der wichtigsten Branchenschauen. "Eine kalte Dusche", titelte die katalanische Zeitung "El Periódico", "La Razón" sprach von "einem wahren Erdbeben".

In diesem Zusammenhang habe die Telekommunikationshandelsorganisation GSMA, die Organisatoren von MWC, kommentiert: "Bisher gibt es nur minimale Auswirkungen auf die Veranstaltung". Man habe eine Verlegung des MWC auf einen späteren Zeitpunkt zwar in Erwägung gezogen. Es sei aber unmöglich, vorherzusagen, wann sich die Situation um das Coronavirus ändern werde. Das Unternehmen folge mit Blick auf die Sicherheit seiner Mitarbeiter und der Öffentlichkeit der Empfehlung vieler Gesundheitsexperten, im Moment auf unnötige internationale Reisen zu verzichten, heißt es in der Erklärung.

Die Verantwortlichen der Gastgeberstadt respektieren und verstehen diese Entscheidung. Die Vizechefin der sozialistischen Zentralregierung, Carmen Calvo, versicherte, der MWC sei "nicht aus gesundheitlichen Gründen" abgesagt worden.

Barcelonas Bürgermeisterin Ada Colau sagte am Mittwoch jedoch vor Journalisten, die Stadt sei "perfekt auf die Organisation des MWC vorbereitet". Der Leiter des Dienstes für Präventivmedizin und Epidemiologie des Krankenhauses Clínic de Barcelona, Antoni Trilla, betonte: "Wir befinden uns nicht in einer Ausnahmesituation und unser Gesundheitssystem ist bereit". Die GSMA äußerte sich zunächst nicht zu dem Bericht. Das wäre wichtig gewesen, um die Ausgaben von Versicherungen zurückzubekommen. Die Gesundheitsbehörden sahen aber "keinen Grund, Notmaßnahmen zu ergreifen". Damit war der Ball wieder im Feld der GSMA.

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