Regisseur Joseph Vilsmaier ist tot

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Seine Ehefrau Dana Vávrová ist bereits 2009 verstorben.

Erst mit fast 50 Jahren hatte sich Vilsmaier als Regisseur erprobt: 1988 inszenierte er "Herbstmilch", einen eindrucksvollen Kinofilm über das harte Leben der niederbayerischen Bäuerin Anna Wimschneider. Mit der Verfilmung des Romanbestsellers "Schlafes Bruder" des österreichischen Autors Robert Schneider sorgte er international für Aufsehen und ging 1995 sogar ins Rennen um den Oscar.

Seine letzte Regiearbeit konnte Vilsmaier noch verwirklichen. Es war der Kinofilm "Der Boandlkramer und die ewige Liebe" mit Michael Bully Herbig und Hape Kerkeling. Vilsmaier hatte seine eigene Filmproduktion in Grünwald (Bayern) - die Perathon Medien GmbH.

Die drei gemeinsamen Töchter Janina Vilsmaier, Theresa Vilsmaier und Josefina Vilsmaier sind allesamt als Schauspielerinnen tätig. Dein mitreißendes Lachen, Dein herrliches Schimpfen, Deine einzigartigen Geschichten, Deine schier endlose Energie, Deine Spitzbübigkeit, Dein großes Herz, einfach Alles!

Vilsmaier war als Regisseur für einige der bekanntesten deutschen Filme der letzten Jahrzehnte verantwortlich. Vilsmaier war nicht nur als Regisseur eine prägende Gestalt über die bayerische Filmszene hinaus, sondern auch als Kameramann - viele seiner Produktionen filmte er selbst.

Vilsmaier besuchte einst ein Internat in der Nähe von Augsburg, absolvierte anschließend eine technische Ausbildung beim Filmkamerahersteller Arnold & Richter (ARRI) und studierte neun Jahre am Konservatorium München Musik mit Schwerpunkt Klavier. Er arbeitete als Techniker und musizierte in einer Jazzband. Zum Tod ihres Vaters, der in der Filmbranche wegen seiner humorvollen und manchmal auch grantelnden Art nur liebevoll "Sepp" genannt wurde, haben sie sich bisher nicht geäußert. Allerdings sei er "bei der Fachkritik nicht beliebt" gewesen. Die "Stuttgarter Zeitung" warf Vilsmaier einmal einen "Hang zur Sentimentalität" vor.

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