Staatsanwalt fordert bis zu neun Jahre Haft für Trump-Vertrauten Roger Stone

Einstellen Kommentar Drucken

Dies trage der Schwere seiner Vergehen Rechnung, hiess es weiter.

Die US-Staatsanwaltschaft hat eine Haftstrafe von sieben bis neun Jahren für den Politikberater Roger Stone, einen langjährigen Vertrauten von Präsident Donald Trump, verlangt. Ein Gericht in Washington wollte das Strafmass noch diesen Monat festlegen.

Der Angeklagte Roger Stone war im November von einer Jury in mehreren Punkten schuldig gesprochen worden.

Gegen den ehemaligen Berater wurde in sieben Fällen Anklage wegen Falschaussage gegenüber dem Kongress, Zeugenbeeinflussung und Behinderung von Untersuchungen im Repräsentantenhaus erhoben. Stone hat die Vorwürfe zurückgewiesen.

Stone war vor einem Jahr auf Betreiben des Sonderermittlers Robert Mueller in seinem Haus in Florida festgenommen worden.

Hintergrund sind die Untersuchungen Muellers dazu, ob es im Präsidentschaftswahlkampf 2016 Absprachen des Trump-Lagers mit Russland gab. Stone hatte 2015 für Trump gearbeitet und stand auch danach weiter in Kontakt mit ihm, als eine Art informeller Berater. In seinem Report sah Mueller letztlich keine hinreichenden Beweise für eine kriminelle Verschwörung.

Die Vorwürfe drehen sich um einen Hackerangriff auf E-Mail-Server des Dachverbands der Demokraten im Wahlkampf 2016, hinter dem Russland vermutet wurde.

Stone steht im Verdacht, als Verbindungsmann zwischen der Trump-Kampagne und der Enthüllungsplattform Wikileaks fungiert zu haben. Dabei waren E-Mails aus dem Umfeld der demokratischen Präsidentschaftskandidatin Hillary Clinton gestohlen worden, die später von Wikileaks veröffentlicht wurden. Mueller warf Stone vor, vor dem US-Kongress falsche Angaben dazu gemacht zu haben, was er darüber wusste und mit wem er darüber wie kommuniziert hatte.

Comments