Europas Filmbranche trauert um Kirk Douglas

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Obwohl Kirk Douglas im Laufe seiner Karriere von der Oscar-Jury dreimal als "Bester Hauptdarsteller" für seine Rollen in "Champion", "Stadt der Illusionen" und "Vincent van Gogh" nominiert wurde, bekam er den begehrten Award nie. Douglas stellte so unter anderem Polizisten und Cowboys, Militärs und Kriminelle, Künstler und Boxer dar. Kirk Douglas drehte mehr als 80 Filme, seine berühmteste Rolle war die des Sklavenanführers "Spartacus" in dem gleichnamigen Historienepos.

Er ging in seinem Part auf und riss das Publikum nicht nur damals, sondern auch heute noch mit seiner wilden, ungezähmten und maskulinen Art mit, konnte in einer Sekunde dank seiner mimischen Ausdrucksstärke und seines athletischen Körpers bedrohlich wirken, nur um einen Augenblick später entwaffnend seinen Charme spielen zu lassen.

Kirk Douglas, seit 1954 mit seiner zweiten Frau Anne verheiratet, hat als Buchautor und Kunstsammler stets weit über Hollywoods Tellerrand geblickt.

All seine großen Weggefährten hatten längst das Zeitliche gesegnet: John Wayne, Burt Lancaster, Cary Grant oder James Stewart.

Nach einem schweren Schlaganfall 1996 war Douglas zuletzt nur noch selten in der Öffentlichkeit gesehen geworden. Doch bei den Filmpremieren seiner Nachkommen war sein ganzer Stolz spürbar. Seine frühere Klassenkameradin Lauren Bacall, die Douglas schon kleinere Rollen am Broadway verschafft hatte, empfahl ihn bei den Studiobossen in Hollywood. Douglas erhielt schließlich 1996 einen Ehren-Oscar für sein Lebenswerk.

Am 9. Dezember 2016 feiert Douglas trotz Alkohol- und Drogenproblemen seinen 100. Geburtstag. Er gab ihr den Namen seiner aus der Ukraine stammenden Mutter Bryna. Für die Verfilmung des Sklavenaufstandes im römischen Reich engagierte er als Regisseur Stanley Kubrick, dem damit sein Durchbruch gelang. Obwohl sein Sohn Michael im Schatten seiner Karriere aufwuchs, ist er selbst längst in die Fußstapfen seines Vaters getreten. Auch Ex-Frau Diana Douglas (1923-2015) spielte mit. Trotzdem dürfte er anerkennend registriert haben, dass sich sein Sohn Michael spätestens mit "Wall Street" auch im mimischen Schwergewicht etablierte. Sein Sohn Michael Douglas und Schwiegertochter Catherine-Zeta Jones gehören zu den erfolgreichsten Hollywood-Stars. An der Schauspielschmiede American Academy of Dramatic Arts in New York wurde er ein Douglas - weil er wollte, dass sein Nachname mit einem "D" beginnt und ihm der harte Klang von Kirk gefiel.

Abseits des Scheinwerferlichts überschatteten mehrere Schicksalsschläge das Leben des Leinwandhelden. Er war gezeichnet von einem Schlaganfall, den er 1995 erlitt. Nach der Erkrankung musste er sich das Sprechen wieder mühsam beibringen.

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