Tesla ist jetzt mehr wert als VW und BMW zusammen

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Zum Schlusskurs am Dienstag war der Elektroauto-Pionier an der Börse knapp 170 Milliarden Dollar wert. Was sich gerade an der Börse abspielt, kann nämlich ohne zu überteiben als ein Rekord-Höhenflüg bezeichnet werden: vor nicht einmal zwei Wochen erreichte der e-Mobility-Experte mit etwa 570 Dollar pro Aktie erstmals einen Börsenwert von über 100 Milliarden Dollar, vergangene Woche sprachen die Quartalszahlen, die zum zweiten Mal in Folge positiv und auch besser als von Analysten erwartet, ausfielen, eine hoch euphorische Sprache und jetzt wurde es für das Unternehmen noch besser. Volkswagen und BMW kommen zusammen auf 137 Milliarden Dollar. Der Börsenwert des US-Unternehmens kletterte damit auf mehr als 140 Milliarden Dollar (126,5 Milliarden Euro).

Hintergrund des Kursanstiegs ist, dass Teslas Gemeinschaftsunternehmen mit dem Batterielieferanten Panasonic erstmals schwarze Zahlen schrieb.

"Das erinnert mich - natürlich in einem ganz anderen Zusammenhang - an den Kurssprung der VW-Aktie im Herbst 2008", sagte Schwope.

Offenbar seien Shortseller auf dem falschen Fuß erwischt worden, die auf fallende Tesla-Kurse gesetzt hätten und nun nachkaufen müssten. Während Tesla im vergangenen Jahr 367.500 Autos verkaufte, kam allein Volkswagen zuletzt auf knapp elf Millionen Fahrzeuge.

Sie wurden nun gezwungen, ebenfalls Aktien des US-Konzerns zu kaufen. Das habe die Papiere immer weiter hochgetrieben - und mit dem Kursanstieg es wohl noch nicht vorbei.

Für die Autobranche werden dadurch die Verhältnisse auf den Kopf gestellt.

Auf dem Rekordhoch von fast 970 Dollar hatte den Papieren im Tagesverlauf nur etwas mehr als drei Prozent bis zur magischen Marke von 1000 Dollar gefehlt. Volkswagen-Chef Herbert Diess hat das Ziel ausgegeben, den Marktwert des nach Absatz weltgrößten Autokonzerns auf 200 Mrd. "Wenn wir in unserem jetzigen Tempo weitermachen, wird es sogar sehr eng", mahnte Diess unlängst das eigene Management.

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