Syrienkonflikt: Konfrontation in Idlib - Türkei spricht von mehreren getöteten Soldaten

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Der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan hatte zuvor bekannt gegeben, dass, wenn sich die Situation in Idlib nicht normalisiere, Ankara bereit sei, alle notwendigen Schritte - einschließlich des Einsatzes militärischer Gewalt - zu unternehmen. Bei Vergeltungsangriffen auf Stellungen der syrischen Truppen seien "mehrere Ziele zerstört" worden.

Die Türkei reagierte mit Gegenangriffen.

Die Assad-Truppen rücken mit Unterstützung der russischen Luftwaffe in Idlib vor und haben bereits Dutzende Ortschaften eingenommen. Die syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte mit Sitz in Großbritannien sprach dagegen von sechs getöteten syrischen Soldaten.

Die türkische Armee verfügt über zwölf Beobachtungsposten in Idlib. Hunderttausende Menschen sind auf der Flucht, und die Türkei, die bereits 3,6 Millionen Syrer aufgenommen hat, fürchtet einen weiteren Zustrom von Flüchtlingen aus dem Nachbarland im Süden. Anders als die drei anderen Deeskalationszonen wird Idlib immer noch nicht von der Regierung in Damaskus kontrolliert. Er forderte Russland auf, den laufenden Militäreinsatz nicht zu "behindern".

Durch den Artilleriebeschuss im Nordwesten Syriens seien außerdem neun Soldaten verletzt worden, einer von ihnen schwer, teilte das türkische Verteidigungsministerium mit. "Wir werden tun, was nötig ist, wenn jemand unser Territorium bedroht", sagte er. Er spielte damit auf die Offensive im Nordosten Syriens an, wo das türkische Militär im Oktober seinen Angriff auf die Kurden-Miliz YPG begonnen hat. Die Türkei unterstützt im syrischen Bürgerkrieg die Rebellen.

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