Angst vor Virus: Chinas Aktienmärkte sacken in den Keller

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Der Shanghai-Composite-Index verlor am Montag zeitweise laut internationalen Medienberichten unter Berufung auf Börsenangaben mehr als acht Prozent und belief sich auf 2736,28 Punkte.

Am ersten Handelstag nach den verlängerten Ferien um das asiatische Neujahrsfest sind die chinesischen Aktienmärkte wegen der Coronavirus-Epidemie (mehr über die aktuellen Entwicklungen lesen Sie hier) abgestürzt.

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Chinas Notenbank stärkt das Finanzsystem des Landes in der Coronavirus-Krise mit einer ungewöhnlich hohen Geldspritze: Die Zentralbank stelle den Geschäftsbanken am Montag 1,2 Billionen Yuan (rund 156 Milliarden Euro) Liquidität zur Verfügung, kündigte das Institut am Sonntag an. Es fielen aber nicht nur die Aktienkurse, sondern auch die chinesische Währung: Der Yuan-Kurs sank gegenüber dem Dollar um 1,5 Prozent. Dabei hinterlegen Banken Wertpapiere als Sicherheiten. Die Ausbreitung des Virus hatte den Börsen in den vergangenen Tagen weltweit gehörig zugesetzt.

Die Furcht an den ostasiatischen Börsen griff aber nicht auf Europa über. Der Dax stabilisierte sich aber am Montag zunächst und verzeichnete am Morgen leichte Gewinne. Die Anleger hoffen, dass die chinesische Regierung die negativen Folgen der Epidemie mit einem Konjunkturprogramm lindern wird. An der Wiener Börse notierte der Leitindex ATX am Vormittag mit 3.054,21 Punkten um 0,65 Prozent niedriger.

Das Corona-Virus breitet sich in China mit rasanter Geschwindigkeit aus. Die realwirtschaftlichen Verluste lassen sich jedoch noch nicht beziffern. Der weltgrößte Ölimporteur China hat Flüge gestrichen und Fabriken geschlossen, um die Ausbreitung der neuen Lungenkrankheit einzudämmen.

Zuvor hatte die chinesische Gesundheitskommission in Peking den bisher höchsten Anstieg der Todesfälle und neu nachgewiesenen Infektionen innerhalb eines Tages gemeldet. Die Zahl der bestätigten Infektionen kletterte wieder sprunghaft um 2829 auf 17 205 Fälle. Weiterverbreitung, Wiederveröffentlichung oder dauerhafte Speicherung ohne ausdrückliche vorherige Zustimmung von APA ist nicht gestattet.

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