US-Umweltbehörde stützt Bayer weiter im Glyphosat-Konflikt

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Die Herausforderung sei dabei, eine rechtliche Regelung für künftige Klagen zu finden - Bayer werde den Verkauf von Glyphosat ja nicht vollständig einstellen. Denn Monsanto ist in den USA mit zahlreichen Klagen konfrontiert, in denen die Kläger glyphosathaltige Mittel für ihre Krebserkrankungen verantwortlich machen. Dazu will Bayer in den kommenden zehn Jahren etwa 5 Milliarden Euro in die Entwicklung solcher Methoden investieren.

Leverkusen. In der Debatte über das Unkrautvernichtungsmittel Glyphosat hat der Bayer-Konzern Rückendeckung von der US-Umweltbehörde EPA bekommen. Am Markt wird spekuliert, dass Bayer-Chef Werner Baumann in der Sache bis zur Hauptversammlung im April eine Lösung gefunden haben will.

Bayer selbst hatte jüngst allerdings mitgeteilt, dass es noch keinen Deal mit den Klägeranwälten und auch keine Gewissheit und keinen Zeitplan für eine Einigung gebe.

Der für das Pflanzenschutzgeschäft zuständige Bayer-Vorstand Liam Condon betonte: "Die aktuelle Entscheidung der EPA zu glyphosatbasierten Herbiziden entspricht der langjährigen Bewertung führender internationaler Gesundheitsbehörden, dass diese Produkte sicher sind".

Der an der deutschen Börse quotierte Konzern hatte sich 2018 mit dem über 60 Milliarden US-Dollar teuren Kauf des US-Saatgutriesen Monsanto immense Rechtsrisiken ins Haus geholt. Möglich ist, dass Bayer in den USA einen Vergleich mit den Klägern erzielt.

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