Neu - Opel: Eine Giga-Akkufabrik für Kaiserslautern

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Am Standort Kaiserslautern produziert Opel zurzeit Komponenten und Motoren. Die Fabrik ist Teil eines Gemeinschaftsunternehmens zwischen der Opel-Mutter PSA und der französischen Firma Saft, einer Tochter des französischen Mineralölkonzerns Total. Laut Opel-Chef Michael Lohscheller wird dabei das größte Werk zur Batteriezellenherstellung in Deutschland entstehen.

Was schon länger in Aussicht war, ist nun beschlossene Sache: Im Opelwerk Kaiserslautern wird eine Batteriezellen-Fabrik gebaut. "Wir investieren gemeinsam mit unserem Partner Saft einen Milliardenbetrag und schaffen 2000 Arbeitsplätze". "Gut für die Groupe PSA und für Opel, aber auch gut für die Region und gut für den Technologiestandort Deutschland", erklärt Lohscheller. Frankreich, Deutschland und die EU fördern die Investition mit rund 1,3 Milliarden Euro. Es gehe bei dem europäischen Vorhaben um einen "Airbus der Batterien", sagte Frankreichs Staatschef Emmanuel Macron am 30. Januar 2020 im südwestfranzösischen Nersac in Anlehnung an den renommierten Flugzeugbauer. Europa müsse unabhängiger von Batterieherstellern in Asien werden, die die Preise anheben könnten "wie sie wollten", sagte Macron. "Es ist seit der Schaffung von Airbus das erste Mal, dass wir eine industrielle Produktion dieser Größenordnung aufbauen", ergänzte der französische Wirtschafts- und Finanzminister Bruno Le Maire.

Auf dem Gelände des Saft-Werkes in Nersac soll nach Angaben des französischen Herstellers zunächst für 200 Millionen Euro eine Pilotanlage samt Forschung und Entwicklung entstehen. Die Pilot- und Versuchsanlage in Nersac soll ab Mitte 2021 anlaufen und bis spätestens 2023 ihre volle Kapazität erreichen.

Insgesamt ist eine Kapazität von 32 Gigawattstunden in den beiden Werken vorgesehen. Die Serienproduktion sei dann im nordfranzösischen Douvrin und in Kaiserslautern bei Opel geplant. Unter anderem Daimler plant eine eigene Zellenfertigung in Untertürkheim. Der Akkuhersteller CATL aus China will 2022 im thüringischen Arnstadt mit der Massenproduktion beginnen. Die finale Entscheidung des Vorstandes steht aber noch aus.

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